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Richard Jaeger

aus DER SPIEGEL 31/1960

Richard Jaeger, 47, Dr. jur., Vizepräsident des Bundestags, berichtete als »Die Stimme der CSU« in der Münchner »Abendzeitung« von seinem Besuch bei General Franco, wobei er dem Schreibtisch des spanischen Staatschefs für seinen Eindruck, daß Franco dem Klischeebild eines Diktators nicht entspreche, besondere Bedeutung beimaß: »Irgendwo habe ich einmal gelesen, Diktatoren unserer Tage hätten üblicherweise einen völlig aufgeräumten Schreibtisch, da sie sich nicht mit Einzelfragen befaßten... Auf dem Schreibtisch (Francos) sehe ich mehr Akten angehäuft als je auf dem eines deutschen Ministers...« Jaeger wertete seine Schreibtisch-Impression als ein Zeichen für Francos »Fleiß«, »soldatische Pflichterfüllung« und »für den großen Einfluß, den er in Spanien ausübt«.

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