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Rieselndes Gift

aus DER SPIEGEL 37/1989

Unter horrenden Umweltbelastungen durch Abgase aus Militärflugzeugen müssen die Rheinland-Pfälzer leiden. Die Bewohner von Eifel, Hunsrück und der Pfalz werden nicht nur überdurchschnittlich oft durch den Lärm von Tieffliegern geschockt, auch ihre Atemluft ist stark verseucht. Nach Berechnungen des niedersächsischen Friedensforschers Burkhard Luber wird der Südwesten der Republik, Standort von sechs großen US-Militärflugplätzen, »weit überproportional« durch Kohlenmonoxid, Stickoxide und Schwefeldioxid belastet. Obwohl das Bundesland zwischen Rhein und Mosel nur rund acht Prozent der Fläche der Bundesrepublik umfaßt, müssen die Rheinland-Pfälzer extrem viele dieser Giftstoffe inhalieren, die insbesondere bei Starts, Landungen und Platzrunden niederrieseln: 42 Prozent des Stickoxid-Ausstoßes des gesamten militärischen Flugverkehrs in der Bundesrepublik, 32 Prozent der Schwefeldioxid-Emissionen und 27 Prozent des Kohlenmonoxids. Luber stützt sich bei seinen Berechnungen für die Mainzer Grünen-Fraktion auf eine Studie des TÜV-Rheinland.

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