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HOCHSCHULEN Riskante Freiheit

aus DER SPIEGEL 52/2002

Mit einem Rückschlag startet ein nach eigenen Worten »einmaliges« Reformprojekt des niedersächsischen Wissenschaftsministers Thomas Oppermann (SPD). Vergangene Woche beschloss das Kabinett die Umwandlung von fünf Hochschulen in öffentlichrechtliche Stiftungen. Eigentlich sollten es sechs sein - doch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) verweigerte sich dem Wechsel in die neue Rechtsform. Der MHH-Senat fürchtete, die Landesregierung wolle sich mit dem Modell aus der finanziellen Verantwortung stehlen: Nicht mehr unmittelbar das Land, sondern die Stiftung wäre Dienstherr der Mitarbeiter, auch marode Uni-Gebäude würden der Stiftung übertragen. »Der Senat hat sich nicht davon überzeugen lassen, dass die finanzielle Zukunft der Hochschule gesichert ist«, erklärt Rektor Horst von der Hardt. Derzeit schiebt die Klinik Schulden von neun Millionen Euro vor sich her. Oppermann trägt die Absage mit Fassung: »Ich habe das Spiel 5:1 gewonnen. Man muss nicht immer 6:0 gewinnen.«

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