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Römischer TV-Krieg

aus DER SPIEGEL 15/1980

Italiens Regierung stößt bei dem Versuch, den Wildwuchs bei den privaten Fernsehsendern zu beschneiden, auf den harten Widerstand der betroffenen TV-Unternehmer. Postminister Vittorino Colombo möchte das Monopol des Staatsfernsehens RAI für landesweit ausgestrahlte Programme schützen und deshalb per Gesetz die Sendestärke jeder der über 300 Privatstationen so begrenzen, daß sie höchstens fünf Millionen Zuschauer erreicht. Zudem will Rom verhindern, daß einzelne Unternehmer ein Monopol erringen können. Die Privaten attackieren den Gesetzentwurf, weil sie eine Übermacht der RAI vor allem wegen ihres neuen regional ausgestrahlten Dritten Programms fürchten. Die TV-Geschäftsleute haben in dem Christdemokraten Vito Scalia, dem Forschungsminister in der geschäftsführenden Regierung, einen prominenten Fürsprecher: Er ist zugleich Präsident der »Italienischen Vereinigung lokaler Sender«.

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