Zur Ausgabe
Artikel 118 / 119
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Rosa María Ojeda Cuen

aus DER SPIEGEL 19/2007

Rosa María Ojeda Cuen , 20, Miss Mexiko, hat kurz vor der Wahl zur Miss Universum heftige Kritik einstecken müssen. Bei der Kür der »schönsten Mexikanerin«, die das Land bei dem Wettbewerb vertreten soll, sorgte Cuens zuvor von 30 Juroren ausgesuchte Kleid wegen allzu brutaler Bilder für Ärger. Auf dem unteren, hellen Teil ihres Gewands waren Kriegsszenen des katholischen Aufstands gegen die laizistische Regierung Mexikos zu sehen, eine Art Patronengürtel rundete das martialische Outfit ab. Der »Guerra Cristera« zwischen 1926 und 1929 forderte Tausende Tote. Besonders die aufgehängten katholischen Rebellen und ein Erschießungskommando auf dem weiten Rock der Studentin erregten Unmut. »Es ist, als ob die Miss USA mit Bildern vom Ku-Klux-Klan aufträte«, schrieb die Zeitung »La Jornada«. Die Schöpferin der umstrittenen Tracht, María del Rayo Macías, hatte die Bilder zuvor gerechtfertigt: »Wir sind Nachkommen der Cristeros, ob wir wollen oder nicht.« Für den Auftritt unter den Hübschesten der Welt soll Cuens Dress nun neu gestaltet werden. Statt blutrünstiger Szenen will Miss Mexiko sich am 28. Mai mit Darstellungen der Jungfrau von Guadalupe und Frauen schmücken, die am Aufstand der Cristeros teilnahmen.

Zur Ausgabe
Artikel 118 / 119
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.