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»Rubik's Magic« - die Lösung

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aus DER SPIEGEL 46/1986

»Irgendwer«, wußte der Informatik-Student Ashwin Belur, »würde den Bestseller schreiben - warum nicht ich?« Schon zwei Wochen nachdem »Rubik's Magic« (SPIEGEL 34/1986) das neueste Verwirrspiel Ernö Rubiks in amerikanischen Kaufhäusern angeboten wurde, lieferten die fixen US-Studenten Blair Whitaker und Belur das Lösungsbuch zum Monsterpuzzle. »Ich bin enttäuscht«, klagte Magic-Erfinder Rubik ob des Studenten-Scoops - und trauerte um verlorene Dollars. Schon nach seinem Welterfolg »Zauberwürfel«, von dem mehr als 185 Millionen Exemplare verkauft wurden, hatte sich der ungarische Design-Professor über Raubkopien und Lösungsbücher geärgert, die seinen Millionen-Gewinn schmälerten. Für Magic glaubte der Puzzle-Meister vorgesorgt zu haben: In 40 Ländern wurden Patente angemeldet, ein Magic-Lösungsbuch wurde für Anfang nächsten Jahres angekündigt. Zu spät: Kaum hielten Whitaker und Belur am 22. September ein Vorab-Exemplar von Magic in den Händen, knackten die Twens den aus acht quadratischen Plastickärtchen gesteckten Hirnverdreher mit seinen zig-Trillionen Kombinationsmöglichkeiten. Nun warten sie auf den Lohn für ihren Drei-Tage-Job: »Für zwei Studenten«, so Belur, »ein saftiges Schnäppchen.«

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