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Rudolf Scharping,

aus DER SPIEGEL 14/1995

47, SPD-Chef mit gebremstem Charisma, soll wie bereits Clinton, Kohl und Jelzin den Umsatz eines Unternehmens aus der Tourismusbranche steigern. Die Firma Interhome zeigte nach Werbeaktionen mit den Porträts der drei Regierungschefs jetzt auch in einer Illustrierten-Anzeige einen blumenumkränzten Scharping-Kopf, darunter die spöttische Frage: »Immer noch und wieder der gleiche Ferienbungalow in Spanien? Es lebe die Opposition!« Auf einer beigeklebten Antwortkarte konnten Einsender »Opposition gegen langweilige und einfallslose Ferien am immer gleichen Ort« machen. Kohl und Scharping, die seit Jahren ihren jeweiligen Urlaubsorten treu sind, verbaten sich schriftlich »jede weitere Verwendung« (Büro Scharping) ihrer Fotos. Die Urlaubsquartiermeister entschuldigten sich höflich und freuen sich über die kostenlosen Werbeträger: »Steffi Graf hätte wohl ein paar hunderttausend Mark verlangt.« Trost für den SPD-Boß: Er erhielt den Vorzug vor Bundespräsident Roman Herzog: Scharping sei »einfach bekannter«.

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