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Rudolf Scharping

aus DER SPIEGEL 35/2000

Rudolf Scharping, 52, seit kurzem von seiner Frau getrennt lebender SPD-Verteidigungsminister, hat eine neue Liebe gefunden - die bekannte Frankfurter Scheidungsanwältin Kristina Gräfin Pilati-Borggreve, 51. »Wir sind sehr, sehr glücklich. Und es wird ganz, ganz lange halten«, bekannte die Gräfin letzte Woche in »Bild«. Und auch Scharping freute sich: »Mit unserem Glück gibt es nun keine Heimlichkeiten mehr.« Dafür gibt es neue Probleme: Am Montag sollte die Anwältin vor dem Parteispenden-Untersuchungsausschuss erscheinen - als Rechtsberaterin der ehemaligen CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister. Nachdem die Liaison am vergangenen Freitag publik geworden war, verzichtete sie und übergab den Fall einem Kollegen. Bei dem ersten Auftritt der Gräfin im April hätte es fast einen Eklat gegeben, als sich herausstellte, dass die Anwältin auch als Zeugin in Betracht kam. Sie hatte am 21. September 1994 mit ihrem Noch-Ehemann Hendrik Borggreve, damals Geschäftsführer der Investmentbank Kleinwort Benson, an jenem berühmten Sponsorenessen teilgenommen, bei dem der Waffenhändler Karlheinz Schreiber beschloss, dem Referenten des Abends, Wolfgang Schäuble, 100 000 Mark zu spenden.

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