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Hausmitteilung RWE / Schlager / Dein Spiegel

aus DER SPIEGEL 21/2015
Hawranek, Dohmen

Hawranek, Dohmen

Foto: OLIVER TJADEN / der spiegel

In 160 Meter Tiefe, im rheinischen Braunkohlerevier Garzweiler, durften die SPIEGEL-Redakteure Frank Dohmen und Dietmar Hawranek bei Bernd-Josef Pütz einsteigen - ins Führerhaus von »Bagger 288«. Es war das wuchtigste Gefährt, das Hawranek und Dohmen je bestiegen haben, groß wie ein Hochhaus, schwer wie 10 000 Mittelklassewagen. Der martialische Aufwand indes, mit dem Braunkohle in Deutschland noch gefördert wird, steht in keinem Verhältnis zu der Zukunft, die diese Form der Energiegewinnung hat: Strom in Kohle- und Atomkraftwerken zu erzeugen, das gilt als eine angezählte Technik. Ein Konzern wie das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE), das Garzweiler betreibt, kämpft also ums Überleben - diesen Kampf beschreiben Dohmen und Hawranek. Sogar mit Start-ups will der Traditionskonzern, für den immer noch rund 60 000 Menschen arbeiten, ins Geschäft kommen - und von ihnen lernen. Leicht ist das nicht: Ein Jungunternehmer erklärte den RWE-Chefs munter, dass Scheitern oft zum Geschäft gehöre. Die Antwort einer Managerin: »Wir führen Kernkraftwerke, da ist Scheitern vielleicht keine so gute Idee.« zum Artikel 

Im September wird der Komponist Ralph Siegel 70 Jahre alt - Anlass, mit ihm über sein leidenschaftliches, bisweilen maßloses Leben zu sprechen. Siegel komponiert gern nachts, er liebt Wein und Champagner, jahrelang rauchte er bis zu hundert Zigaretten am Tag; auf diese Art hat er in mehr als 50 Jahren rund 2000 Lieder geschrieben. Weil er sich für das SPIEGEL-Gespräch einen Nachmittag Zeit genommen hatte, gingen die Redakteure Thomas Hüetlin und Hauke Goos vor dem Termin noch rasch etwas essen - ein Fehler. Als Siegel sie ins Wohnzimmer führte, hatte seine Haushälterin bereits Weißwürste aufgetischt, dazu gab es Brezen, süßen Senf, und unermüdlich rief Siegel: »Nehmen Sie! Greifen Sie zu!« Dann führte er die Redakteure in sein Tonstudio, in dem ein Techniker gerade »Chain of Lights« bearbeitete, ein Lied, das Siegel für San Marino zum Eurovision Song Contest geschrieben hat, es ist sein 24. Grand Prix. Während das Lied erklang, stand Siegel mit geschlossenen Augen vor dem Lautsprecher und spielte Luftklavier. Dann, wieder im Wohnzimmer, erklärte er, warum das Aufhören für ihn keine Option ist. »Abschied ist ein bisschen wie sterben«, das sei seine Lieblingszeile, von Katja Ebstein gesungen, von ihm komponiert. zum Artikel 

Politik sei Kindern oft zu langweilig, zu kompliziert - das glauben viele Erwachsene. Stimmt es? Dein SPIEGEL, das Nachrichten-Magazin für Kinder, erzählt in seiner neuen Ausgabe, wie ein Gesetz entsteht, wie Minister arbeiten, wie Demokratie funktioniert. Außerdem: warum es Bettwäsche und Dosensuppen in zwei Varianten gibt - für Jungen und für Mädchen. Dein SPIEGEL erscheint am Dienstag. Dieser SPIEGEL-Ausgabe liegt, im Studenten-Abo, der uni sPIEGEL bei: mit einem Report über WG-Horror. Die Ausgabe lässt sich auf SPIEGEl online als PDF-Datei herunterladen.

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