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MODERNES LEBEN Sauberer Straßenrand duldet keinen Stier

aus DER SPIEGEL 37/1989

Urlaubern ist er fast so vertraut wie das blaue Meer und der graue Beton: der schwarze Holzstier auf Spaniens Hügeln, der für die Schnapsmarke Osborne Reklame steht. Mit einem neuen Gesetz, das Werbung am Straßenrand verbietet, will die spanische Regierung jetzt die Abbildungen des symbolträchtigen Tiers, aber auch Michelin-Männer und andere Landschaftsverschandler beseitigen. Obwohl die Werbewirtschaft zeternd 3000 Arbeitsplätze bedroht sieht und den 14 Meter hohen Stier auf seinem Zementsockel, der ein fünfstöckiges Haus tragen könnte, als »Kultur« schützen möchte, bleibt das zuständige Ministerium in Madrid hart: Nachdem die Firmen bis Mitte August Zeit hatten, ihre 15 000 Werbeflächen zu beseitigen, werden jetzt Bußgelder bis zu 400 000 Mark verhängt.

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