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Hausmitteilung Saudi-Arabien / Energiewende / Titel / SPIEGEL COACHING

aus DER SPIEGEL 2/2020
Koelbl

Koelbl

Foto: Susanne Koelbl / DER SPIEGEL

Wer in den Maschinenraum Saudi-Arabiens vorgelassen werden möchte, muss früh aufstehen. Nachts um halb zwei betrat Reporterin Susanne Koelbl den Salam-Palast in Dschidda, Sommerresidenz und inoffizieller Regierungssitz von Kronprinz Mohammed bin Salman, jenem jungen Herrscher, der verdächtigt wird, den Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi in Auftrag gegeben zu haben – und der das Land zugleich vom Extremismus befreien will. »Die Außenwahrnehmung des Prinzen ist ganz falsch«, behauptete dort der wohl wichtigste Berater des Herrschers, Ahmad al-Khatib, und zeigte ein Video, das ausgerechnet die verschlossene Golfmonarchie als neue Tourismusdestination anpreist. Koelbl traf Gefolgsleute und Kritiker des Prinzen, sie fuhr in die Wüste und besichtigte die Anfänge der Zukunftsstadt Neom. »Mohammed bin Salman ist ein moderner Autokrat; wer ihn unterstützt, hat eine gute Zukunft, wer ihn bekämpft, dem bereitet er die Hölle«, sagt Koelbl, die seit 2011 immer wieder nach Saudi-Arabien reist. zum Artikel 

Wie lange kann es dauern, drei Windräder zu bauen? Sieben Jahre sind verstrichen, seit der Unternehmer Joachim von Zepelin diese Anlagen auf einem Acker bei Appelhagen in Mecklenburg-Vorpommern geplant hat. Stefan Schultz besuchte Zepelin und erlebte den Ort als Lehrbeispiel für den Konflikt um die Energiewende: Anwohner sorgen sich dort um ihre Gesundheit und den Wertverlust ihrer Häuser. Zepelin scheint unfähig, ihnen die Bedenken zu nehmen. Und Bürgermeister Hans Müller versagt in der Krisenkommunikation. »Es fehlt jeglicher Ansatz, die verschiedenen Interessen zu verbinden«, sagt Schultz. Und das Problem sei größer: »Der Regierung gelingt es nicht, einen gesellschaftlichen Konsens für die Energiewende zu schaffen.« zum Artikel 

Die meisten Menschen wären wohl gern erfolgreicher, fitter und strahlender, als sie es eigentlich sind. Gefährlich aber wird es für jene, die allzu hart daran arbeiten, ihrem Idealbild zu entsprechen. Selbstoptimierung nennen Wissenschaftler dieses Streben nach dem besseren Ich. Doch viele Männer, Frauen und Heranwachsende fühlen sich zermürbt von der permanenten Sorge, nicht zu genügen. Bei den Recherchen für die Titelgeschichte stieß Katja Thimm auf Erklärungsansätze für den Optimierungsdrang – und auf Menschen, die sich im ständigen Wettkampf mit sich selbst fast verloren hätten. Grundsätzlich sei Selbstoptimierung ein Erfolgsprinzip der Menschheit, erfuhr sie. Doch das Gefühl für das richtige Maß scheine abhandengekommen. »Viele meinen, sie müssten inmitten der Unüberschaubarkeit unserer Welt ständig bestmögliche Entscheidungen treffen«, sagt Thimm. »Sie fürchten, sonst als Verlierer dazustehen.« zum Artikel 

Sich Ziele fürs neue Jahr zu setzen ist leicht. Sie dann auch zu erreichen, ohne sich dabei zu überfordern, fällt oft deutlich schwerer. Hilfestellung liefert die neue Ausgabe von SPIEGEL coaching. Wie lässt es sich gelassen und entschleunigt leben? Was hilft dabei, das Gedächtnis zu trainieren? Welches Essen ist gut für ein entspannteres Ich? Selbsttests zeigen, wo es persönlich hakt. Mit den alltagsnahen Übungen, die im Heft vorgestellt werden, lässt sich das eigene Verhalten dauerhaft ändern. SPIEGEL coaching ist jetzt im Handel erhältlich.

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