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Hausmitteilung Saudi-Arabien, Paris, SPIEGEL WISSEN

aus DER SPIEGEL 8/2016
Shafy, Jubeir, Zand in München

Shafy, Jubeir, Zand in München

Foto: ARMIN SMAILOVIC / DER SPIEGEL

Es ging hektisch zu während der Sicherheitskonferenz in München, auch im Foyer des Westin Grand Hotel, wo die SPIEGEL-Redakteure Samiha Shafy und Bernhard Zand auf Adel al-Jubeir warteten, den Außenminister Saudi-Arabiens. Mal lief der König von Jordanien mit eiligen Schritten vorbei, mal Staffan de Mistura, der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Syrien. Es galt, eine Waffenruhe für Syrien auszuhandeln; es galt, widerstreitende Interessen in Einklang zu bringen – und den Politikern war anzusehen, wie nervenaufreibend das war. Schon in den Tagen vor der Sicherheitskonferenz hatten Shafy und Zand ausführlich Gelegenheit gehabt, den gehetzten Arbeitsalltag des Ministers aus der Nähe zu beobachten – in Riad, wo das Treffen zunächst stattfinden sollte. Als Jubeir schließlich zum Interview bereit war, erlebten sie einen Politiker, der in aller Freundlichkeit harte Positionen vertritt: Er verteidigt den Wahhabismus und drakonische Strafen für Kriminelle ebenso entschlossen wie Peitschenhiebe für Regimekritiker. zum Artikel 

Smoltczyk bei Paris

Smoltczyk bei Paris

Foto: MAURICE WEISS / OSTKREUZ

Bevor der Bataclan-Terrorist Samy Amimour nach Syrien verschwand, um sich zum Massenmörder ausbilden zu lassen, arbeitete er als Busfahrer, in Paris, auf der Linie 148. Tag für Tag chauffierte er seinen Bus quer durch die nördliche Banlieue. Alexander Smoltczyk fuhr die Strecke ab, wieder und wieder, und entdeckte im Nahbereich des öffentlichen Personenverkehrs ein Frankreich, das schwer an seinen Ansprüchen und Legenden leidet. »Von Haltestelle zu Haltestelle wird man tiefer in eine Welt gezogen, die wenig mit dem Paris der Touristen zu tun hat«, sagt Smoltczyk. »Jeder Stopp erzählt eine Geschichte, und manche sind so unfassbar wie die Tat des Samy Amimour.« zum Artikel 

Gut ist heute nicht mehr gut genug: Unablässig sollen Menschen an sich arbeiten, um fitter, schöner, erfolgreicher zu werden. Doch mit dieser Optimierungskultur setzen wir uns unnötig unter Druck, riskieren, unzufrieden zu werden und zu scheitern. Deshalb zeigt die aktuelle SPIEGEL-WISSEN-Ausgabe »Ich bin ich« Wege zu innerem Einklang: Body-Aktivisten kämpfen gegen tyrannische Schönheitsnormen, Berufsanfänger verweigern die Karriere um jeden Preis, und die Philosophin Rebekka Reinhard empfiehlt, das eigene Leben regelmäßig zu überprüfen. Das neue Heft ist ab Dienstag, 23. Februar, im Handel.

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