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Briefe

Schmerzvolle Zustimmung
aus DER SPIEGEL 47/1998

Schmerzvolle Zustimmung

Nr. 45/1998, Medizin: SPIEGEL-Redakteur Thomas Tuma über seine Erfahrungen als Bandscheibenpatient

Ihr Artikel beinhaltet außer Selbstmitleid und Hohn für andere Menschen nicht einen Funken der Einsicht, daß jahrelange Mißachtung Ihrer physischen Bedürfnisse Sie erst in diese Lage gebracht haben. Anstatt Ihre Energie damit zu verschwenden, nichtssagende Seiten über Ihre Empfindungen zu füllen, die niemanden interessieren, sollten Sie sich vielmehr fragen, wie es dazu kommen konnte, zu einem dieser »Club-Med-Mitglieder« zu gehören.

MERZIG (SAARLAND) SABINE KEßLER

PHYSIOTHERAPEUTIN

Selten habe ich einen so realistischen und humorvollen Bericht eines chronisch Schmerzkranken gelesen. Sie geben vielen ungeduldigen und inaktiven Bandscheibenpatienten die richtige Botschaft: Nicht im Leid versauern, sondern das Problem aktiv in die Hand nehmen, die Rückensünden der Vergangenheit erkennen und verbessern.

FRANKFURT AM MAIN DR. THOMAS FLÖTER DEUTSCHE SCHMERZLIGA E. V.

Die neue, überfällige Bandscheibenforschung beginnt im Kopf. Bandscheibenvorfälle nur mechanisch oder degenerativ zu verstehen verbessert zuwenig und kostet zuviel. Aus meiner Erfahrung hängen sie sehr oft mit ganz anderen Krankheiten zusammen. Diese Gesichtspunkte werden bisher als Daten meist überhaupt nicht erfaßt, geschweige denn ausgewertet.

BAD LIPPSPRINGE DR. FRITZ E. HAUSER

Dem Erfahrungsbericht kann ich schmerzvoll zustimmen. Der Rückenpatient ist den Behandlungen der Ärzte machtlos ausgeliefert; immer wieder voller Hoffnung, wird er als eine sprudelnde Geldquelle mißbraucht. Die Lobby der Kranken ist einfach zu klein, um der Gewinnsucht ein Ende zu bereiten.

HELFERSKIRCHEN (RHLD.-PF.) WERNER BRUCH

Man setze Herrn Tuma in die richtige Krafttrainingsmaschine, und er ist sein Rückenproblem los; schneller vielleicht, als ihm lieb ist, da er sich offensichtlich bestens in die hypochondrische Rückenkultur Deutschlands eingelebt hat.

ZÜRICH WERNER KIESER

Wer wie ich die Erfindung des Keilkissens inzwischen höher achtet als die bemannte Mondfahrt, weiß, wovon Autor Thomas Tuma schreibt. Da Lachen bekanntlich akute Verkrampfungszustände lösen kann, sollte dieser Erfahrungsbericht verbindlich als Reha-Maßnahme eingeführt werden.

BUCHHOLZ (NIEDERS.) ONNE HENNECKE

Neben anderen konservativen Verfahren stellt die PST (Pulsierende Signaltherapie) eine neue und sehr erfolgreiche Behandlung degenerativer Wirbelsäulenerkrankungen einschließlich Bandscheibenschäden dar. Diese Behandlung geht von der Vorstellung aus, daß über ein wiederherzustellendes elektromagnetisches Feld körpereigene Regenerationskräfte stimuliert werden. Die Erfolgsrate dieser Therapie liegt aufgrund umfangreicher Studien immerhin bei 65 bis 70 Prozent.

HAMBURG DR. STEPHAN REDEKER

Kontinuierliche wöchentliche Yoga-Kurse und ein mindestens halbstündiges tägliches Üben bewirkten, daß sich meine Bänder sowie die Muskulatur festigten und die Gelenke wieder geschmeidig wurden.

BERLIN GERTRUD FEZER

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