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Schmidt gab nach

aus DER SPIEGEL 45/1976

Im Interesse des Koalitionsfriedens verzichtete Bundeskanzler Helmut Schmidt auf ein Lieblingsprojekt. Durch seinen Staatssekretär Manfred Schüler hatte er vor der Wahl in einem SPIEGEL-Gespräch (33/1976) die Ernennung eines weiteren beamteten Staatssekretärs, dem im Kanzleramt die Koordinierung der Deutschland-Politik obliegen sollte, ankündigen lassen. Nachdem in der Diskussion über dieses Vorhaben auch Forderungen laut wurden, der neue Mann solle sich am zweckmäßigsten gleich um die gesamte Ostpolitik bis hin zu Abrüstungsfragen kammern, intervenierte Außenminister Hans-Dietrich Genscher, der eine Schmälerung seiner Kompetenzen fürchtete. Beim Koalitionsgespräch der Spitzen von SPD und FDP trug der Liberalen-Chef am Montag letzter Woche seine Bedenken vor. Kanzler Schmidt lenkte ein: Es wird keinen zusätzlichen Staatssekretär geben.

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