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SPIONAGE Schmutzige Wäsche

Die Ermittlungen gegen die AA-Spionin Helge Berger stecken noch in den Anfängen. Aber schon jetzt halten Abwehrspezialisten die Schreibdame für eine Agentin der Spitzenklasse.
aus DER SPIEGEL 22/1976

Zunächst stritt Helge Berger, 35jährige Sekretärin im Bonner Außenamt, alles ab. Keiner der Beweise, die Beamte der Sicherungsgruppe Bonn ihr vorhielten, schien die am vorletzten Wochenende unter Spionageverdacht Verhaftete zu beeindrucken.

Sie sei, so die Ermittler, regelmäßig seit Jahren in der Bundesrepublik und im Ausland mit einem Führungsoffizier aus dem DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zusammengetroffen, der zuletzt unter dem Namen Klaus Wöhler in der Dortmunder Harnackstraße 27 ein Dachgeschoß bewohnte.

Sie habe zudem ungewöhnlich enge Beziehungen zu Botschafter a. D. Heinrich Box, 70, unterhalten, der nach seiner Pensionierung in der Bonner CDU-Parteizentrale als Leiter der Abteilung Auslandsarbeit tätig war. Fast täglich, so wußten die Kriminalisten, habe sie den einstigen Diplomaten über seine Unions-Kenntnisse ausgehorcht.

Erst als die Beamten aus einem Nebenzimmer die Schwester der Beschuldigten hereinholten, gab Helge Berger, offenbar von Schuldgefühlen gegenüber ihrer ahnungslosen Familie geplagt, allen Widerstand auf. »Jahre hat sie unter starkem psychologischen Druck gestanden«, so ein Staatsschützer befriedigt, »in diesem Augenblick hielt sie ihn nicht länger aus.«

Die Sekretärin gestand, daß sie schon seit zehn Jahren für die DDR-Auslandsspionage des Generalleutnants Markus Wolf arbeite. Kontaktmann Klaus Wöhler habe sie 1966 in einem Bonner Café angesprochen und ihr den Hof gemacht. Sie sei seine Geliebte und bald darauf Nachrichtenlieferantin des angeblichen Kunstmalers geworden. Die AA-Dame bekannte ferner, daß sie ein Liebesverhältnis mit dem AA-Pensionär Böx dazu benutzt habe, CDU-Interna auszukundschaften.

Sie hatte den Botschafter näher kennengelernt, als sie in den Jahren 1967 bis 1970 bei Böx, damals Leiter der Deutschen Handelsmission in Warschau, Dienst tat. Später arbeitete sie in Bonn für AA-Staatssekretär Sigismund von Braun, wurde für kurze Zeit an die Botschaft in Paris versetzt, wechselte dann in die Europa-Abteilung des Gesandten Gisbert Poensgen, von dort zu dem Leiter der Handelsabteilung und jetzigen Staatssekretär Peter Hermes und schließlich zu Ministerialdirektor Hans Werner Lautenschlager, einem von Außenminister Hans-Dietrich Genscher besonders favorisierten Beamten.

Kaum war der Fall Berger, den ein Hinweis des britischen Geheimdienstes ins Rollen gebracht hatte, in Bonn publik, machte sich wieder, wie einst nach der Enttarnung des Kanzler-Spions Günter Guillaume, Agenten-Hysterie breit -- zumal auch der Ex-Diplomat Böx vorübergehend festgenommen und der Chef der Abteilung Auswertung im Bundesnachrichtendienst, Jürgen von Alten, vormals AA-Beamter, vom Dienst suspendiert worden waren.

Die Meinungsmacher der Parteien suchten die Affäre nach Kräften jeweils für die eigene Sache auszuschlachten. Die Sozialdemokraten freuten sich, daß nach dem Fall Guillaume jetzt ein hoher CDU-Funktionär aus der Zentrale des Parteivorsitzenden Helmut Kohl unter Spionageverdacht geraten ist. Die Christdemokraten mühten sich unterdessen, ähnlich wie im Fall Guillaume, der Koalition die Schuld an dem neuen Eklat anzulasten.

Dabei ist zumindest mit den Fällen Box und von Alten einstweilen nicht viel Propagandalärm zu schlagen. Der Ex-Diplomat bestreitet bisher jede eigene Agententätigkeit und zudem den Vorwurf, auch nur Kenntnis von den wahren Absichten seiner einstigen Sekretärin gehabt zu haben. Bei der Durchsuchung der Böx-Räume wurden zwar einige Verschlußsachen gefunden; sie stammten freilich noch aus seiner aktiven Zeit. Der BND-Mann wiederum hatte offenbar keine Beziehungen zu Helge Berger; er war den Abwehrspezialisten vielmehr durch Ausflüge in Münchens Vergnügungsviertel Schwabing aufgefallen, bei denen er sich so benahm, »wie leitende Beamte sich nicht benehmen sollten« (ein Bonner Staatssekretär).

Könnten irgendwelche Spionagevorwürfe gegen von Alten erhärtet werden, wäre sein Fall sicher einer der spektakulärsten in der Nachkriegsgeschichte. Doch nach den Erkenntnissen des Bundeskanzleramtes, dem der BND untersteht, ist eher damit zu rechnen, daß der Geheimdienstler wegen dienstlicher Vergehen nicht auf seinen Posten zurückkehrt, im übrigen aber rehabilitiert wird.

Die AA-Schreibdame Berger dagegen wird vom Verfassungsschutz zu den Agenten der Spitzenklasse gerechnet. In den AA-Vorzimmern, in denen sie saß, hatte sie Zugang zu allen möglichen Geheimpapieren. In Warschau war sie, in der entscheidenden Phase der Vorbereitung des Warschauer Vertrages, über die Details der deutschen Verhandlungspositionen informiert. Ihre Kenntnisse gab sie prompt an Wöhler weiter, der sie auch in Polen besuchte.

Nicht nur die Ermittler, auch Bonner Politiker bewerten die Berger-Arbeit noch höher als die des Kanzlerreferenten Guillaume. Der MfS-Offizier bekam Dokumente höchster Geheimhaltungsstufe nur einmal zu Gesicht, als Urlaubsbegleiter Willy Brandts in Norwegen. »Die Chance, die Guillaume in Norwegen hatte, hatte die Berger ständig«, so ein hoher Beamter des Innenministeriums.

Erste Anhaltspunkte für einen Verdacht gegen die Sekretärin und ihren Freund Böx bekamen die Bonner Sicherheitsbehörden und Politiker schon vor Jahren. Böx wurde bereits während seiner Tätigkeit als Leiter der deutschen Handelsvertretung in Warschau beim Bundesverfassungsschutz als Verdachtsfall geführt. Niemals bisher konnte jedoch ausreichendes Beweismaterial gegen ihn beigebracht werden.

Seit dem Frühjahr 1973 ist allen Zuständigen noch einiges mehr geläufig. Denn seither wissen die Bonner Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamtes, AA-Staatssekretär Karl Moersch und auch der damalige Bundesgeschäftsführer der CDU Ottfried Hennig, daß zwischen Böx und Berger auch Interna aus dem AA und dem Konrad-Adenauer-Haus ausgetauscht wurden.

Anfang März 1973 nämlich teilte Ingrid Schnurbusch, Sachbearbeiterin im CDU-Auslandsbüro, zunächst in einem Vermerk für Hennig, dann auch gegenüber dem Leiter der Verwaltungsabteilung Andreas Nathan merkwürdige Beobachtungen mit.

Ihr war aufgefallen, so erklärte sie an Eides Statt, daß Böx mindestens einmal, bisweilen auch mehrmals am Tage mit einer Dame des Auswärtigen Amtes mit Namen Berger telephonierte. Vom Nebenzimmer aus konnte sie häufig mithören. Lange Pausen im Gespräch unterbrach der Ex-Botschafter in Abständen mit dem Bemerken: »Das ist ja sehr interessant.« Zu der Zeit, als die Untersuchung wegen der Veröffentlichung der geheimen Bahr-Protokolle lief, hörte sie den Böx-Satz: »Wenn das bekannt wird, dann kann man nur ins Ausland gehen.«

Bisweilen, so vernahm die unfreiwillige Zuhörerin, verabredeten sich die beiden in der Wohnung von Frau Berger auf dem Heiderhof, Böx war nicht gerade vorsichtig. Vor Frau Schnurbusch brüstete er sich: »Ich erfahre alles aus dem Büro von Staatssekretär von Braun.«

Die Böx-Sekretärin Krakow machte sich schon Sorgen, ob die engen Kontakte der beiden nicht eines Tages auffliegen müßten: »Ob Fräulein Berger nicht Angst hat, daß mal was rauskommen könnte?« Aber sie tröstete sich bei dem Gedanken: »Na ja, Dr. Box kennt ja so viele im AA, man weiß ja nicht, woher er es hat.«

In dem Vermerk an Hennig warnte Frau Schnurbusch zudem, ihm sei sicherlich bekannt, daß der ehemalige Parteivorsitzende und Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger abgeraten habe, Böx mit der Auslandsarbeit der CDU zu betrauen -- »aus guten Gründen«, denn »Dr. Box genießt in den Ländern, in denen er gedient hat, keinen sehr guten Ruf. So soll er, wie mir von amerikanischer Seite gesagt wurde, als Missionschef in Polen zu seiner Sekretärin, einem Fräulein Berger, intime Beziehungen unterhalten haben, was die Amerikaner als »security risk« bezeichneten«.

Doch die Warnungen machten in der CDU-Zentrale wenig Eindruck. Böx beantragte, als ihm die Vorwürfe bekannt wurden, die sofortige Kündigung seiner Mitarbeiterin. In einem entsprechenden Schreiben vom 26. März an den Bundesgeschäftsführer begründete er sein Ersuchen mit der »penetranten Neugier« der Frau Schnurbusch, »ihrer hemmungslosen Redseligkeit und Klatschsucht, die von verleumderischen Zügen nicht frei ist und vor niemandem haltmacht und die sie und andere von der Arbeit abhalten«.

So bei ihren Dienstherren abgeblitzt, wandte sich die enttäuschte CDU-Mitarbeiterin an den AA-Staatssekretär Moersch -- auch nicht gerade mit durchschlagendem Erfolg.

Im April 1973 wurde sie vom damaligen AA-Sicherheitsbeauftragten Horst Röding ins Amt geladen. Sie unterrichtete den Beamten über die engen Verbindungen des pensionierten Diplomaten zu seinem alten Amt. Zugleich wies sie auch auf den möglichen Zusammenhang mit der geheimnisvollen Veröffentlichung der Bahr-Protokolle hin.

Sie machte Röding darauf aufmerksam, daß die Sekretärin des damaligen AA-Staatssekretärs und Ostunterhändlers Paul Frank, Frau Berner, mit der Kollegin Berger aus dem Vorzimmer von Brauns gut bekannt sei.

Röding zeigte sich nicht sonderlich interessiert. Er habe schon einmal einen Hinweis bekommen, so beschied er die Besucherin, das Amt aber habe Frau Berger in Schutz genommen. Der Sicherheitsexperte weihte den Beschuldigten Böx damals sogar über die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe ein. Am Telephon ermahnte er den Pensionär, seinen Informationsbedarf für die CDU-Arbeit weniger bei der Sekretärin Berger als bei den zuständigen AA-Stellen zu befriedigen.

Von intimen Beziehungen hatte Röding bis dahin nichts gewußt. Er versprach Frau Schnurbusch jedoch, dem Hinweis nachzugehen.

Als jedoch weder Böx noch Frau Berger Konsequenzen zu spüren bekamen, wandte sich die Ex-CDU-Bedienstete schließlich an die Bonner Sicherungsgruppe. die vor allem mit Staatsschutzaufgaben betraute Außenstelle des Wiesbadener Bundeskriminalamtes. Der kontaktierte Beamte rügte, sie hätte schon früher kommen müssen, denn was sie sage, begründe den Verdacht, Böx habe sich der Anstiftung zum Geheimnisverrat schuldig gemacht. Folgen aber hatte auch diese Demarche nur für Frau Schnurbusch.

Vor dem Bonner Landgericht mußte sie, weil ihr die letzten Beweise fehlten, die Behauptung zurücknehmen, es bestehe gegen Böx der Verdacht auf Anstiftung zum Geheimnisverrat. Böx-Anwalt Felix legte dem Gericht ein Schreiben des Generalbundesanwaltes vor, wonach »gegen Herrn Botschafter a. D. Dr. Böx hier kein Ermittlungsverfahren anhängig ist oder gewesen ist«.

Derweil freilich ist auch bei den Sicherheitsbehörden aktenkundig, was sie damals offenbar nicht für möglich hielten. Schon als Leiter der Warschau-Mission, so ermittelten die Abwehrleute, hatte Botschafter Böx die Romanze mit seiner damaligen Sekretärin begonnen und bis in die jüngste Zeit hinein fortgesetzt.

Die Strafverfolger prüfen zudem Hinweise auf weitere einschlägige Aktivitäten des Diplomaten während seiner Tätigkeit in Helsinki und Oslo. Die Fahnder verfolgen die Spuren zweier einst dort unter Böx tätiger Damen, zumal es Hinweise gibt, daß Böx später die eine Gehilfin zur CSU, die andere zum Hamburger Senat vermittelt hat.

Heute gelingt es Böx auch nicht mehr, seine Berger-Beziehungen als Produkt von »Klatschsucht« abzutun. Seit die Staatsschützer nämlich vor etwa vier Monaten den ersten vagen Hinweis auf eine Spionage-Tätigkeit von Frau Berger erhalten hatten, überwachten sie ständig die Telephonanschlüsse der AA-Sekretärin. observierten sie auf Schritt und Tritt und wurden schnell fündig.

Es stellte sich heraus, daß die Schnurbusch-Behauptungen über den täglichen Telephonverkehr Böx-Berger keineswegs übertrieben waren. Die Fahnder registrierten auch die häufigen Rendezvous der beiden auf dem Heiderhof. Für die nachträglich aufgestellte Schutzbehauptung von Böx, Frau Berger habe in den Abendstunden in seinem eigenen Hause in Heisterbacherrott als Freundin der Familie noch privat Korrespondenz und Vorträge getippt, fanden sie dagegen keinerlei Anhaltspunkte.

Außer den Telephonaten und Besuchen unterhielten die beiden auch noch einen regen Briefverkehr. der eindeutige Auskunft über ihr Verhältnis gibt. »Mein liebes Schätzchen«, so beginnt einer der Briefe an den einstigen Chef, die Frau Berger während eines kurzen Intermezzos an der Pariser Botschaft verfaßte. Sie berichtet darin von Konzerten in der Sainte Chapelle, über einen bevorstehenden Abend mit Bach-Kantaten und läßt wissen, daß sie sich gleich noch die Haare waschen und etwas von Francoise Sagan lesen wolle. Bedauernd stellt sie fest, daß »ich lei· der mit Deinem Brief nicht konkurrieren« kann, »der war ja wieder riesenlang«.

Brav kündigt sie an, daß sie am nächsten Tag wieder schreiben wolle, und hofft, daß sie dann »wieder einen Brief« von ihm bekomme. Die Epistel schließt: »Tausende von Baisers von Deinem PS« -- Kose-Kürzel für die Pirmasenser Berger-Autonummer PS -W 908.

Die Ermittler fanden nicht nur die amourösen Gerüchte, sondern auch den jahre- alten Verdacht der Beteiligung am Geheimnisverrat begründet, und zudem verdichteten sich auch die Hinweise auf den schon in Warschau erstmals entstandenen Spionage-Vorwurf.

Mit Erstaunen stellten die Lauscher am Telephon fest, daß Böx die AA-Dame umfassend über seine Tätigkeit bei der CDU ins Bild setzte, und zwar täglich. Er nannte ihr nicht nur seine Gesprächspartner, er unterrichtete sie über alles, was über seinen Schreibtisch ging und womit er sich gerade beschäftigte.

Den Mithörern fiel auf, daß sich die beiden in einer Art Code-Sprache unterhielten. Sie vernahmen Schlagwörter und Verweise auf frühere Begebenheiten, unter denen sie sich nichts Genaues vorstellen konnten. »Er hat sein Wissen geradezu aufgedrängt«, so einer der Ermittlungsbeamten' »alle wesentlichen Lebensumstände hat er mit ihr ausgetauscht.«

Auch der Berger-Brief vermittelt einen Eindruck vom Umgangston der beiden: Mit besonderem Interesse habe sie im SPIEGEL einen China-Artikel gelesen und dabei auch einen Böx-Gesprächspartner im Bild entdeckt. »Wenn die wüßten«, heißt es dann geheimnistuerisch, und: »Das alles ist sehr aufregend und spannend.« Schwärmerisch fährt sie fort: »Selbst die Politik hast Du mir lebendig gemacht. Aber ich muß gestehen, es interessiert mich nur, wenn Du irgendwie beteiligt bist.«

Gestützt auf solides Abhörmaterial, machte Verfassungsschutzpräsident Richard Meier vor drei Wochen den Generalbundesanwalt mit der neuen Spionage-Affäre bekannt. Zugleich unterrichtete er Außenminister Hans-Dietrich Genscher, Innenminister Werner Maihofer, Kanzleramtschef Manfred Schüler und auch den CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl. Mit den politisch Verantwortlichen beriet der Präsident die Frage, ob das Duo Böx/Berger sofort verhaftet oder ob noch ein besserer Zeitpunkt abgewartet werden solle.

Trotz der bösen Erfahrungen mit Guillaume, der noch nach Enttarnung elf Monate lang im Kanzleramt blieb und als Urlaubsbegleiter des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt in Norwegen Geheimnisse der höchsten Sicherheitsstufe ausspähen konnte, entschieden sich die Politiker wieder fürs Abwarten. Generalbundesanwalt Siegfried Buback: »Wir wollten noch zurückhalten, weil wir auf jemanden warteten.«

Denn noch hofften sie, nicht nur Böx und Berger, sondern auch den Profi Wöhler dingfest machen zu können. Doch Wöhler ist seit Anfang März spurlos verschwunden.

Noch wissen die Verfassungsschützer kaum etwas über den angeblichen Kunstmaler, der seit Jahren eine Wohnung in Dortmund hat, sich aber selten dort aufhielt. Sie kundschafteten aus, daß Frau Berger, die selber nicht über eine Funk-Ausrüstung verfügt, ihr Material und ihre Kenntnisse aus dem AA in regelmäßigen Abständen in Dortmund ablieferte. Sie konnten Wöhler heimlich photographieren. Bei den Akten liegt auch ein Photo, das die beiden beim konspirativen Treff zeigt.

Als Wöhler im Frühjahr wochenlang nicht mehr auftauchte, gaben die Abwehrleute die Hoffnung auf, die beiden auf frischer Tat zu fassen. Der Agentenführer hatte wohl rechtzeitig Verdacht geschöpft und sich in die DDR abgesetzt.

Ein Paket mit schmutziger Wäsche in einer Dortmunder Reinigung war so gut wie alles, was er im Westen zurückließ.

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