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Schockwellen aus Fernost

Die Globalisierung fordert ihr erstes Opfer: Die einstige Boomregion in Fernost ist abgestürzt, das sogenannte asiatische Modell scheint am Ende. Der Kapitalismus westlicher Prägung hat fürs erste gesiegt - und ist nun selbst bedroht. Steht die Welt vor einer schweren Depression?
aus DER SPIEGEL 4/1998

Es war die Woche der Diplomaten und Emissäre und die der vertraulichen Telefongespräche. Zum erstenmal schienen die Führer der westlichen Welt zu begreifen, wie gefährlich der ökonomische Flächenbrand, der seit über einem halben Jahr in Asien tobt, für den Rest der Welt werden kann.

In Washington griff US-Präsident Bill Clinton zum Telefon, um Indonesiens Präsidenten Suharto zu wirtschaftlichen Reformen zu drängen. Verteidigungsminister William Cohen und Vize-Finanzminister Lawrence Summers leisten vor Ort Überzeugungsarbeit.

Bundeskanzler Helmut Kohl schickte den krisenerfahrenen Horst Köhler, von Kohl telefonisch bei Suharto avisiert, nach Jakarta. Der frühere Staatssekretär und heutige Sparkassenpräsident soll dort über ein Umschuldungsabkommen verhandeln, denn die deutschen Banken haben Indonesien, als sie noch an das asiatische Wunder glaubten, leichtsinnigerweise knapp 16 Milliarden Mark geliehen.

Wie Dominosteine kippte eine Volkswirtschaft nach der anderen, ausgehend von Thailand hat die Krise Malaysia und Südkorea befallen und auch die Glitzermetropolen Hongkong und Singapur nicht verschont.

Aktienkurse stürzten ins Bodenlose, Wechselkurse halbierten sich, die Vermögen ganzer Volkswirtschaften wurden vernichtet: Den einst so stolzen »Tigerstaaten«, den wirtschaftlichen Senkrechtstartern des vergangenen Jahrzehnts, droht der Ruin. Ist das von vielen Experten prophezeite pazifische Jahrhundert schon vorbei, noch ehe es begonnen hat?

Vergleichbares hat die Welt noch nicht erlebt - seit jenem Crash im Oktober 1929, als in New York die Börse kollabierte und die gesamte Weltwirtschaft nach unten riß. Selbst die Ölkrise, die in den siebziger Jahren den schwersten ökonomischen Schaden der Nachkriegszeit anrichtete, erscheint dagegen harmlos.

Und doch betrieb der Rest der Welt - und Europa ganz besonders - lange Zeit Business as usual, als könne ihm nicht viel passieren. Er schickte die Gesandten des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Feuerwehr der Weltwirtschaft, los, stattete sie mit vielen Dollar aus und vertraute darauf, daß der Spuk vorübergeht. »Die Europäer benehmen sich, als fände die Asienkrise auf einem anderen Planeten statt«, zitierte das »Asian Wall Street Journal« einen Banker.

Nun sind sie aufgewacht, die Amerikaner und die Europäer, jetzt ist Krisendiplomatie gefragt. Der frühere Außenminister Henry Kissinger warnt seine Landsleute vor einem wachsenden Anti-Amerikanismus in Asien, ausgelöst durch die drastischen Sparmaßnahmen, die der IWF den Tigerstaaten als Gegenleistung für seine finanzielle Hilfe abverlangt. Und die westlichen Firmen, die sich in die Wirtschaft der angeschlagenen Länder zu Schnäppchenpreisen einkaufen, schüren zusätzlich den Haß auf die Helfer, die vielen vor Ort als wirtschaftliche Besatzer erscheinen. Politische Unruhen und eine wachsende Instabilität Asiens könnte die gefährliche Folge sein.

Über hundert Milliarden Dollar internationale Hilfe wurde den Krisenstaaten bisher zugesagt - ohne daß sich deren wirtschaftliche Lage spürbar entspannt hätte. Nahezu täglich wächst die Zahl der Experten, die vor schwerwiegenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft warnen: vor einem Börsencrash auch im Westen, vor sinkenden Wachstumsraten oder sogar vor einer Depression.

»Das ist keine Asienkrise«, sagt der japanische Politiker Eisuke Sakakibara, im Finanzministerium für internationale Finanzen zuständig. »Das ist eine Krise des globalen Kapitalismus.«

Ausgerechnet die aufstrebenden kleinen und großen Tigerstaaten, die als sichere Sieger des verschärften weltweiten Wettbewerbs galten, sind nun die ersten Opfer der Globalisierung. Fast über Nacht entzogen die internationalen Finanzmärkte, die Spekulanten, aber auch die seriösen Händler und Investoren der erfolgsverwöhnten Boomregion das Vertrauen, weil sie sich nicht an die Spielregeln hielt. Im Kampf gegen die Abwertung ihrer Währung verbrauchten Thailand, Indonesien und Südkorea fast ihre gesamten Devisenreserven, nun hängen sie am Tropf des IWF.

Hat also der Kapitalismus westlicher Prägung, der schon den Kommunismus besiegte, endgültig seine Überlegenheit bewiesen? Wenn ja, dann wird er möglicherweise teuer dafür bezahlen müssen.

Heute räumen auch Optimisten ein: Die Krise wurde von Anfang an unterschätzt. »Jedes Licht am Ende des Tunnels in Ostasien hat sich bisher als Lampe eines entgegenkommenden Zuges herausgestellt«, schreibt das britische Wirtschaftsmagazin »Economist«.

Die Verflechtung der westlichen Wirtschaft mit Asien sei relativ gering, so wurde stets beschwichtigt. Alles in allem werde die internationale Wirtschaft eben ein Prozent weniger als ursprünglich erwartet wachsen.

Inzwischen revidieren die Unternehmen ihre Gewinnerwartungen und die Wirtschaftsprofessoren ihre Konjunkturprognosen. Allein beim Anlagenbauer ABB sind in der Krisenregion Aufträge in Höhe von einer Milliarde Mark in Gefahr, und die deutschen Banken, die sich in der vermeintlichen Wachstumsregion besonders engagiert haben, werden wohl Kredite in beachtlicher Größenordnung abschreiben müssen. »Die deutsche Kreditwirtschaft hat weit über 100 Milliarden Mark im Feuer«, schreibt der bankennahe »Platow Brief«.

Die Weltbörsen reagieren nervös auf jede Nachricht aus Fernost. Was passiert, wenn die Anleger in den USA und Europa versuchen, ihr Geld in Sicherheit zu bringen? Ein weltweiter Börsencrash wäre unausweichlich: eine Vermögensvernichtung mit unabsehbaren Folgen für die Weltkonjunktur, für Wohlstand und Wohlfahrt der Völker.

In der vergangenen Woche drückte neuer Alarm aus Fernost die Aktienindizes nach unten: der Bankrott des Hongkonger Investmenthauses Peregrine. Die forschen Banker hatten 265 Millionen Dollar einem indonesischen Unternehmen anvertraut, das davon träumte, die heimische Inselwelt mit Autofähren zu verbinden. An der Gesellschaft war auch die älteste Tochter des Staatspräsidenten beteiligt, doch auch sie konnte den Zusammenbruch nicht verhindern, als der Rupiah drastisch abgewertet wurde.

Wie viele Peregrines gibt es noch in Asien? Wie viele Firmen haben sich in der Hoffnung auf einen immerwährenden Boom auf abenteuerliche Unternehmungen eingelassen?

Tagtäglich können neue Hiobsbotschaften die Kurse auf neue Tiefstände stürzen lassen. Selbst besonnene Gemüter wie der amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan warnen vor den Gefahren der Deflation: einer weltweiten Abwärtsspirale, ausgelöst durch sinkende Preise und Wachstumsraten.

Die Lage ist labil, zu viele Risiken stehen einem Ende der Krise im Wege. Niemand weiß,

*wie lange Hongkong dem Druck der Spekulanten standhalten und die Bindung seiner Währung an den US-Dollar aufrechterhalten kann: Wenn Hongkong fällt, da sind sich die Experten einig, dann gibt es kein Halten mehr;

* wie schwer China in den Sog der Krise gerät; schon jetzt reduzieren die 57 Millionen Auslandschinesen ihre Investitionen im Heimatland, und die chinesischen Waren müssen auf dem Weltmarkt mit den drastisch verbilligten Exporten der übrigen Asiaten konkurrieren;

*ob das marode japanische Bankensystem den zusätzlichen Belastungen durch zahlungsunfähige Schuldner aus den Tigerstaaten standhält.

Verzweifelt kämpfen die einstigen Boomländer ums wirtschaftliche Überleben. Der koreanische Mischkonzern Daewoo sammelt vom eigenen Personal und von Landsleuten privaten Goldschmuck ein, um ihn in harte Devisen zu tauschen. In Thailand nimmt Premier Chuan Leekpai von seinen Untertanen persönlich Goldspenden in Empfang, um die leere Staatskasse zu füllen.

Auch Malaysias Regierung appelliert an das Volk, zu sparen. Die Medien geben Tips für den Gemüseanbau in privaten Gärten und auf Schulhöfen - auf diese Weise will das Land teure Importe drosseln. Und auf den Philippinen dürfen Minister ihre Amtskollegen im Ausland nur noch besuchen, wenn der Gastgeber den Trip bezahlt.

Der ökonomische Niedergang hat das Leben in Asien dramatisch verändert. Viele müssen nun mit viel weniger Geld auskommen, weil ihnen vom Arbeitgeber gekündigt wurde oder weil die Löhne schrumpften. Gleichzeitig sind die Preise drastisch gestiegen. Die Menschen stehen Schlange, um lebensnotwendige Güter zu erwerben, bevor sie noch teurer werden.

Der Traum vom bescheidenen Wohlstand ist der Angst vor dem sozialen Abstieg gewichen. Wer in den Tigerstaaten fällt, der fällt oft ins Nichts; ein ausreichendes soziales Netz, das ihn abfangen könnte, gibt es nicht. Allein in Thailand, so rechnet die Regierung, werden in diesem Jahr noch über zwei Millionen Menschen arbeitslos.

Früher schwerreiche Finanzmakler verkaufen mittlerweile Sandwiches oder eröffnen Garküchen. Ehemalige Immobilienhändler fahren Taxi, Journalisten binden nach Redaktionsschluß Blumen, und Bar-Sängerinnen flitzen zwischen den Auftritten auf den Parkplatz, um die Autos der Kunden zu waschen.

Die Krise traf die Bürger völlig unvorbereitet. Noch vor kurzem wiesen die Tigerstaaten traumhafte Wachstumsraten von bis zu zehn Prozent jährlich auf. Und die Staatsmänner der Region wurden nicht müde, immer neue Visionen einer wundervollen Zukunft zu verkünden.

Verunsichert und fasziniert reisten westliche Manager und Politiker nach Asien - und ebenso kehrten sie zurück. Sollte das asiatische Modell dem westlichen Individualismus tatsächlich überlegen sein? Hatte der Westen, in den Jahren des Erfolgs träge geworden, dem Arbeitsethos der Asiaten nichts mehr entgegenzusetzen?

Die Experten rund um den Globus waren sich einig: Die Zukunft gehörte der pazifischen Region, die Weltbank sprach gar vom »ostasiatischen Wunder«. Europa, warnte die »Wirtschaftswoche«, drohe zum Wurmfortsatz Asiens zu verkümmern.

Tatsächlich gelang den Ländern Ostasiens der Aufstieg in beeindruckendem, für viele auch beängstigendem Tempo. 1950 erwirtschafteten sie erst 17 Prozent des Welthandels, zuletzt waren es rund 40 Prozent.

Allein in Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur versechsfachte sich das reale Pro-Kopf-Einkommen in den vergangenen 30 Jahren, in Singapur und Hongkong übertrifft es sogar bei weitem jenes der früheren Kolonialmacht Großbritannien.

Ökonomen verglichen den Höhenflug der Asiaten mit einer Schar von Fluggänsen: In hierarchischer Staffelung flogen Südkorea, Taiwan, Hongkong und Singapur ihrer industriepolitischen Leitgans Japan hinterher. In einigem Abstand folgten Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Thailand. Alle hatten dasselbe Ziel: Wie ihr Vorbild Japan wollten sie den industrialisierten Westen einholen.

Eifrig kopierten sie das japanische Modernisierungsmodell, die »Japan AG«. So bezeichnete das Ausland bald jene Mischung aus Marktwirtschaft und Sozialismus, mit der das fernöstliche Kaiserreich nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg zur zweitgrößten Industrienation der Welt aufgestiegen war.

Wie eine riesige Firma stieß Japan unter strategischer Anleitung des Miti, des mächtigen Ministeriums für Internationalen Handel und Industrie, in immer neue Exportbranchen vor: Schiffe, Stahl, Autos und schließlich Elektronik.

Um die Arbeitnehmer für den nationalen Kraftakt zu mobilisieren, verbanden Bürokraten und Firmenbosse westliche Technik mit traditionellen konfuzianischen Gesellschaftsnormen. Als Gegenleistung für die aufopferungsvolle Treue der Beschäftigten gewährte ihnen die Firmenfamilie eine lebenslange Beschäftigung.

Der Vorteil dieser Strategie: Der Nation blieben soziale Konflikte weitgehend erspart, um so aggressiver konnten ihre Exporteure im Ausland angreifen.

Nicht alle asiatischen Tiger ahmten dieses Modell sklavisch nach, doch die Aufsteigerstaaten hatten eines gemeinsam: Die Regierung unterdrückte den Konsum der Bevölkerung und schottete den Binnenmarkt vor ausländischer Konkurrenz ab, die Banken schleusten die Ersparnisse ihrer fleißigen Landsleute in die expandierende Industrie.

Gebannt schaute die Welt auf eine Wirtschaftsregion, die scheinbar unaufhaltsam wuchs. Malaysias Premier Mahathir Mohamad wurde nicht müde, die eigene Überlegenheit zu betonen und dem Westen Lektionen zu erteilen. Der solle, meinte er, »vom Erfolg Asiens lernen«.

Immer glitzernder wurde die Skyline von Hongkong und Singapur, immer gigantischer gerieten die Projekte, und immer höher schossen die Bürotürme in der Boomregion.

Die Zwillingstürme in Kuala Lumpur, die höchsten Bürogebäude der Welt, kündeten vom Selbstbewußtsein einer ganzen Region - heute stehen sie weitgehend leer, ein Symbol der Selbstüberschätzung.

Daß der Boom den Keim des Crashs schon in sich trug, ist heute allgemeine Erkenntnis. Doch vor dem Absturz Asiens gab es nur wenige, die warnten, und die wurden ausgelacht.

Einer, der nie an ein »asiatisches Wunder« glaubte, ist der US-Ökonom Paul Krugman. Der hatte es bereits 1994 in »Foreign Affairs« als Illusion bezeichnet, denn, so Krugman: »Wir leben alle im gleichen ökonomischen Universum.«

Was der Ökonom meinte: Die Gesetze der Wirtschaft gelten in allen Ländern gleichermaßen. Sie lassen sich nicht außer Kraft setzen. Ohne Wettbewerb entstehen keine effizienten Strukturen, das ist eine der ökonomischen Regeln, die schon die Staatswirtschaften des Ostblocks ignorierten - die Folgen sind bekannt. Investitionen müssen sich rechnen, lautet ein anderes Gesetz.

In Asien hatten sich die Eliten im Namen des Aufbaus zusammengeschlossen, Politiker, Bürokraten, Banker und Firmenbosse zogen an einem Strang. Solange es aufwärts ging, galt diese Vetternwirtschaft als eines der Erfolgsrezepte des asiatischen Modells.

Nun, nach dem Absturz, zeigt sich, daß solche Kungelei unwirtschaftliche Strukturen schafft, daß sie, wie in Indonesien, teilweise in eine Selbstbedienung durch die Elite ausartet (siehe Seite 82) und daß sie dazu neigt, die Probleme so lange zu übertünchen, bis es zu spät ist.

In Südkorea verkamen die Banken zu einem bloßen Machtinstrument der Politiker. Kredite wurden nicht nach den Gewinnaussichten der Firmen vergeben, sondern nach der Höhe der Schmiergelder. Die Abhängigkeit war gegenseitig: Unter dem Schutz der Regierung stießen die Unternehmer in immer neue Branchen vor.

Zunächst hatten sie Glück. 1985 - nach dem sogenannten Plaza-Abkommen - stieg der Wechselkurs des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar gewaltig an. Die Folge: Die Tiger wurden konkurrenzfähig gegenüber japanischen Exporteuren.

Um ausländische Investoren anzulocken, koppelten die asiatischen Aufsteiger ihre Währungen gleichzeitig an den amerikanischen Dollar. Was folgte, war ein wahrer Geldsegen. »Die Ausländer drängten uns Kredite geradezu auf«, erinnert sich Vongthip Chumpani, Vizepräsidentin der Bangkok Bank. Die Asiaten verschuldeten sich immer höher, vor allem mit kurzfristigen Krediten.

Zugleich ermutigten heimische Politiker die Banken, an die Privatwirtschaft großzügige Kredite zu vergeben. In Ländern wie Thailand und Indonesien flossen die Gelder vor allem in spekulative Immobiliengeschäfte, in Südkorea in gigantische, aber meist überflüssige Industrieprojekte. Die Tiger verschuldeten sich über alle Maßen.

Doch unmittelbar ausgelöst wurde die Finanzkrise in den südostasiatischen Ländern Thailand, Indonesien und den Philippinen durch einen ungehemmten Immobilienboom.

Um Risiken scherte sich niemand. Über Kreditbedingungen einigten sich Banker, Unternehmer und Politiker häufig beim Golf, zugleich fachten die Politiker den Boom mit staatlichen Megaprojekten an.

Die Zahlungsbilanz der Tiger rutschte, als Folge der finanziellen Mißwirtschaft, immer tiefer in die Verlustzone. Gleichzeitig drängten neue Konkurrenten auf den Markt, Länder wie China und Vietnam, die Turnschuhe und Textilien billiger herstellen konnten.

Begonnen hatte die Trendwende, die schließlich zum Absturz führte, eher unauffällig, im Januar 1994: Damals wertete China seine Währung Yuan um ein Drittel ab. Die Folge: Binnen eines Jahres glichen die Chinesen ihre Handelsbilanz aus.

Gleichzeitig sanken die Exportüberschüsse der lahm gewordenen Tiger Thailand, Malaysia und Indonesien rapide, sie konnten mit der boomenden amerikanischen Wirtschaft immer weniger mithalten. Parallel zur US-Konjunktur wurden die an den Dollar gekoppelten Tigerwährungen zuletzt immer teurer - eine Abwertung schien nur eine Frage der Zeit.

Solche Situationen versprechen in Zeiten der Globalisierung ein glänzendes Geschäft, sie ziehen Glücksritter und Spekulanten magisch an. Sogenannte Hedge-Fonds* sammeln das Geld besonders risikofreudiger Anleger, um damit rund um den Globus Notenbanken anzugreifen. Diese Fonds können Milliarden Dollar bewegen, auf Dauer haben kleine Länder gegen diese geballte Kapitalmacht keine Chance - wenn ihre Währung tatsächlich unterbewertet ist.

Der König dieser Spekulanten heißt George Soros, 67. Er hat 1992 gegen das britische Pfund spekuliert und dabei eine Milliarde Dollar verdient. Seither gilt er in der Szene als Guru, der die Richtung vorgibt - die anderen folgen.

Als erstes fiel Thailand: »Anfang 1997 erschien eine Studie der amerikanischen Investmentbank Goldman, Sachs über die Probleme Thailands«, erinnert sich der Chef-Devisenhändler einer großen europäischen Bank in Singapur. Der Immobilienmarkt sei überbewertet, die Unternehmen seien nicht mehr konkurrenzfähig, hieß es da. Eine Abwertung des thailändischen Baht stünde bevor.

Dieses Urteil lockte die amerikanischen Hedge-Fonds an. Soros, aber auch andere Risikofondsmanager, zeichneten Terminkontrakte, in denen sie versprachen, einen hohen Baht-Betrag zu zahlen - in der Hoffnung, daß dieser dann für viel weniger Dollar zu haben sei. Als bei der Miss-Thailand-Wahl im März vergangenen Jahres 20

* Hedge-Fonds sind Geldsammelstellen, die mit herkömmlichen Fonds wenig zu tun haben. Sie gehen in der Regel überdurchschnittliche Risiken ein und investieren ihre Mittel meist kurzfristig in alle möglichen Märkte und Finanzinstrumente.

von 56 Kandidatinnen ohne Sponsoren-Schärpe zur Endausscheidung antraten, ahnten Eingeweihte bereits den Ernst der Lage: Den ersten Immobilienfirmen ging das Geld aus. Flinke Reiche brachten ihr Geld außer Landes.

Doch trotz inoffizieller Ermahnungen des IWF ließ Thailands damaliger Notenbankchef Rerngchai Marakanond die Chance verstreichen, rechtzeitig und allmählich abzuwerten. Offenbar handelte er aus Rücksicht auf seine Freunde in der Wirtschaft. Eine Abwertung hätte es denen noch schwerer gemacht, ihre Dollar-Schulden zurückzuzahlen.

Am 14. und 15. Mai kam es zu einer ersten massiven Attacke der Spekulanten. Die thailändische Zentralbank kaufte für mehrere Milliarden Dollar ihre eigene Währung auf, um das feste, seit Jahren gültige Kursverhältnis zum Dollar zu verteidigen.

Die Zinsen in Thailand stiegen, die Aktienkurse fielen. Immer mehr Händler und Banken ließen sich anlocken, als klar wurde, daß die Zentralbank ihre Reserven bald aufgebraucht haben würde. Alle wollten bei dem sicheren Geschäft dabeisein, selbst eine bayerische Bank setzte 200 Millionen Dollar darauf, daß der Baht fällt.

Am 2. Juli, einem Montag, war es soweit. Schon morgens um drei Uhr sahen sich die Geschäftsführer aller Banken in die thailändische Zentralbank gerufen; dort wurde eine »kontrollierte Freigabe« des Baht bekanntgegeben. Am selben Tag verlor die thailändische Währung fast 20 Prozent ihres Wertes.

Wie ein ansteckendes Virus ergriff die Krise auch Indonesien, die Philippinen, Malaysia und am Ende Südkorea: Dort waren die Probleme ähnlich - und deshalb lockten vergleichbare Gewinne.

Für Malaysias Premier Mahathir ist die Schuldfrage deshalb klar: Verantwortlich für den Asiencrash sind aus seiner Sicht die internationalen Spekulanten, allen voran George Soros. »Der Devisenhandel ist unnötig, unproduktiv und unmoralisch«, schimpft der Regierungschef, »er sollte gestoppt und illegal gemacht werden.«

»Mahathir ist eine Bedrohung für sein Land«, hält Soros dagegen. »Er benutzt mich als Sündenbock, um eigenes Scheitern zu vertuschen.«

Richtig daran ist, daß die globalisierten Finanzmärkte Abweichungen von den Gesetzen der Ökonomie nicht tolerieren - wer zu spät handelt, den bestraft der Spekulant. Die Ursachen des asiatischen Debakels jedenfalls sind hausgemacht - doch das Ausmaß ist es nicht.

Richtig ist nämlich auch, daß die Finanzmärkte übertreiben. Und daß sie sich, anders als im ökonomischen Lehrbuch, nicht schnell auf ein neues Gleichgewicht einpendeln, weil die Akteure von spekulativen Erwartungen und nicht von Fakten getrieben werden.

»Im Augenblick schießt die Entwicklung weit über das Ziel hinaus«, räumt selbst Soros in einem Gespräch mit der »Zeit« ein. Die asiatischen Währungen sind weit stärker gefallen, als ökonomisch geboten war. Der Oberspekulant empfiehlt deshalb, die Spekulation künftig einzuschränken.

Daß es auch in einer globalisierten Wirtschaft Regeln bedarf, das ist eine Lehre, die viele Betroffene aus dem Asiencrash ziehen. »Die Grundidee, irgendwelche Kontrollen während einer Krise zu nutzen, wird viel stärker akzeptiert als früher«, sagt David Folkerts-Landau von der Deutschen Morgan Grenfell in London. Auch IWF-Chef Michel Camdessus denkt inzwischen über mögliche Kontrollen, speziell von Hedge-Fonds, nach.

Kein Wunder: Die Asienkrise zeigt auch die Grenzen des IWF. Er hat es bisher nicht geschafft, die Märkte zu beruhigen. »Die alten Regeln funktionieren nicht mehr«, sagt der US-Ökonom Albert Fishlow, »und die neuen sind noch nicht erfunden.«

Der Harvard-Professor Jeffrey Sachs behauptet sogar, der IWF habe durch seine Forderung nach Haushaltskürzungen und Zinserhöhungen die Panik in den Tigerstaaten nur noch vergrößert und insgesamt der Region mehr geschadet als genutzt.

Die Vertreter des Währungsfonds, die angetreten waren, die Krise zu entschärfen, sind zwischen sämtliche Fronten geraten: Vor Ort werden sie als neoliberale Kolonialherren beschimpft, doch die wirklichen Neoliberalen würden die Länder Asiens - und die betroffenen Banken und Investoren - das Risiko ihrer Investments am liebsten allein tragen lassen.

Doch es wird dem Westen nichts anderes übrigbleiben, als Asien weiter zu helfen: Zu groß wären die politischen Risiken in den Tigerstaaten, zu brutal die Auswirkungen auf deren Bevölkerung - und zu risikoreich die Folgen für die Weltwirtschaft.

Für die so selbstbewußten Asiaten sind die Konsequenzen auch so hart genug. Denn am Ende verlangt der IWF von ihnen nicht weniger als den Abschied vom asiatischen Modell.

Künftig sollen Banken Kredite nur noch nach ökonomischen Gesichtspunkten vergeben. Und auch Südkoreas aufgeblähte Konglomerate müssen abspecken.

Den Tigerländern steht ein erbarmungsloser Strukturwandel bevor. Die vom IWF geforderten Reformen greifen tief in die Wirtschaft ein: Durch die Schließung maroder Banken und die Beschneidung der ausufernden Konzerne könnten Millionen ihre Jobs verlieren. Der Wirtschaftshistoriker Heita Kawakatsu von der Waseda Universität in Tokio sieht eine »große soziale und politische Unsicherheit« auf Asien zukommen (siehe Interview Seite 86).

Vor allem bei Südkoreas großen Mischkonzernen vertrauen die Beschäftigten derzeit noch auf die Zusage ihrer Bosse, keiner werde gefeuert. Doch sobald die ersten ihre Jobs verlieren, könnte der Konsens schnell in Konfrontation umschlagen.

Daß sich im Zuge der Reformen - und dank der günstigen Wechselkurse - nun auch verstärkt US-Firmen in Asien einkaufen wollen, verstärkt das Mißtrauen gegen den neuen Kurs. Ausländer sollen in Südkorea künftig mehr als die Hälfte des Aktienkapitals einheimischer Firmen besitzen dürfen. Davon werden vor allem wettbewerbsfähige amerikanische Banken und Investmenthäuser profitieren.

Schon ist die Citibank als Käufer von Banken in Südkorea und Thailand im Gespräch. Selbst in Japan, auf dessen Finanzmärkten Ausländer lange eine Nebenrolle spielten, treten die Amerikaner neuerdings als Sieger auf: An der Tokioter Börse haben US-Broker die einst dominierenden großen japanischen Wertpapierhäuser von der Spitzenposition verdrängt. Die US-Investmentbank Merrill Lynch will Teile des bankrotten Brokers Yamaichi übernehmen.

Die USA würden in Asien überall als »Plünderer« angesehen, schreibt die japanische Wirtschaftszeitung »Nihon Keizai Shimbun«. Es sei eine Tatsache, schreibt das Blatt, daß die USA »eine unverhohlene Finanzherrschaft anstreben«. Und ein hoher Beamter der Bank von Japan sagt, nun ergeht es »Südkorea wie einst Japan unter Douglas MacArthur« - dem amerikanischen Besatzungsgeneral der frühen Nachkriegszeit.

Die radikale Entrümpelung des »asiatischen Modells« zugunsten des »Marktprinzips« ist ein gefährliches soziales Experiment. Hinter dem asiatischen Modell verbarg sich nicht nur die kritisierte asiatische »Vetternwirtschaft«, sondern auch traditionelle Absicherung der einzelnen als Ersatz für den fehlenden Sozialstaat.

Selbst die Arbeiter beim bankrotten Autobauer Kia hoffen deshalb, daß sie ihre Jobs behalten können. Gegen eine Übernahme durch andere Konglomerate habe er nichts, sagt Kim Dong Soo von der Firmengewerkschaft. »Aber wenn wir gefeuert werden, werden wir uns mit allen Mitteln wehren - ob legal oder illegal.«

Im Zeitraffer müssen die Tigerstaaten nun jene strukturelle Öffnung bewältigen, für die sich die Japaner seit dem Platzen der »Seifenblasenwirtschaft« - des spekulativen Immobilienbooms der späten achtziger Jahre - viel Zeit gelassen haben. Dieses Versäumnis könnte sich nun bitter rächen.

Wie kein anderes Industrieland ist Japan vom Wohlergehen der Tigerstaaten abhängig. Die drittgrößte Exportnation der Welt liefert über 40 Prozent ihrer Exporte innerhalb Asiens. Dabei handelt es sich großenteils um Zubehör für die örtlichen japanischen Billiglohn-Fabriken.

Die Autohersteller des Landes haben Milliarden Dollar in die Entwicklung sogenannter Asienautos investiert. Als Käufer hatten sie die zunehmend wohlhabenden Mittelschichten in Ländern wie Thailand und Malaysia im Visier. Doch die können sich die japanischen Modelle angesichts der Krise nicht mehr leisten. Die amerikanische Rating-Agentur Moody''s hat die langfristigen Firmenschulden von Mitsubishi Motors auf den Rang »Baa 2« heruntergestuft - nahe am Schrottstatus. Begründung: Im Verhältnis zu seiner Gesamtproduktion sei der japanische Autobauer in Südostasien zu stark engagiert.

Doch am schwersten trifft die asiatische Währungskrise die ohnehin angeschlagenen Banken. Allein an Indonesien haben japanische Institute Kredite von rund 22 Milliarden Dollar ausgeliehen. Je mehr sich davon als faul erweisen, desto stärker könnten japanische Banken auch im eigenen Land in die Klemme geraten.

Seit der Immobilienkrise Anfang der neunziger Jahre schieben die Finanzhäuser des Landes einen Berg fauler Kredite vor sich her, der offiziell auf 220 Milliarden Dollar geschätzt wird. Experten zufolge könnte die tatsächliche Summe jedoch dreimal so hoch sein.

Wie anfällig das japanische Finanzsystem ist, erfuhr die Welt im November, als das Wertpapierhaus Yamaichi Japans größte Pleite der Nachkriegszeit verursachte. Kurz zuvor waren bereits Sanyo Securities, der siebtgrößte Broker, und Hokkaido Takashoku, die zehntgrößte Bank des Landes, bankrott gegangen. Für die entsetzten Japaner brach damit ein Mythos zusammen: Bisher hatte die Regierung in Tokio stets betont, die größten Banken des Landes seien sicher.

Die Finanzkrise treibt die gesamte japanische Wirtschaft immer weiter in die Rezession. Denn um ihre Eigenkapitalbasis zu stärken, sperren Japans Banken heimischen Unternehmen zunehmend die Kredite.

Ein gefährlicher Teufelskreis: Die Kreditverknappung treibt immer mehr kleine und mittlere Firmen in die Pleite. Dadurch wiederum steigen die faulen Kredite der Banken - und die Japan-AG ist immer weniger in der Lage, eine mögliche weitere Zuspitzung der Asienkrise zu verkraften.

Das Dahinsiechen des einst bewunderten Exportgiganten verängstigt vor allem die Amerikaner. Immerhin sind rund 350 Milliarden Dollar amerikanischer Staatsanleihen in japanischer Hand. Sollten Nippons Banken in Panik geraten und einen Teil dieser Gelder abziehen, wäre eine weltweite Finanzkrise die Folge.

Wohl auch deshalb griff US-Präsident Clinton vergangene Woche wieder zum Telefon: Er drängte den japanischen Ministerpräsidenten Ryutaro Hashimoto, die lahme Konjunktur kräftig anzukurbeln.

Ohne die Gesundung ihres japanischen Vorbilds werden sich auch die übrigen Asiaten kaum von ihrer Krise erholen. Das scheint auch Hashimoto so zu sehen. Im Parlament gelobte er vergangene Woche: »Wir sind fest entschlossen, es weder zu einer Finanzkrise noch zu einer Wirtschaftskrise kommen zu lassen, die von Japan ausgeht.«

Doch was ist dieses Versprechen tatsächlich wert? In den vergangenen Jahren haben die Japaner unzählige Milliarden in ihre Wirtschaft gepumpt - gebracht hat es nichts.

Wenn Japan tatsächlich in den Strudel der Asienkrise geriete, dann wäre das der GAU für die Weltwirtschaft. Aber Gefahr droht auch aus China. Kann das Land als »Fels der sozialistischen Marktwirtschaft unbeschadet in der Brandung des asiatischen Finanztaifuns überleben?« fragte unlängst die staatliche »Finanzzeitung« in Peking.

Die volkschinesischen Politiker sind da zuversichtlich, westliche Experten sind es weniger. 1997 erwirtschaftete China einen Handelsüberschuß von 40 Milliarden Dollar. Doch durch die massiven Abwertungen der asiatischen Hauptkonkurrenten gerät jetzt auch Chinas Wettbewerbsposition in Gefahr. Fast 70 Prozent ihrer Ausfuhren setzten die Firmen der Volksrepublik bislang auf den asiatischen Märkten ab.

Die Experten der Deutschen Bank Research prophezeien dem Land in den kommenden Monaten »fallende Exportzuwachsraten« und »ein noch stärkeres Abflauen der wirtschaftlichen Dynamik«.

Soziale Spannungen scheinen unausweichlich. Noch immer sind 120 Millionen Chinesen bei den maroden Staatsunternehmen beschäftigt. Selbst bei den bislang angenommenen Wachstumsraten von jährlich 8 Prozent würde die Arbeitslosigkeit, jetzt schon in den Städten auf rund 15 Prozent geschätzt, weiter steigen. Fällt der Export künftig als Wachstumsmotor aus, so meinen die Deutschbanker, könnte dies das Reformprogramm »zweifellos gefährden«.

Die Führung in Peking sitzt in der Zwickmühle. Hält sie den Wechselkurs hoch, fällt das Land unweigerlich wirtschaftlich zurück. Entschließt sie sich zu einer Abwertung, könnte das eine neue Runde des Währungsverfalls in der krisengeschüttelten Region auslösen - und die Probleme in allen Ländern abermals verschärfen.

In einem solchen Fall wäre es auch mit der Stabilität des Hongkong-Dollar vorbei. Dessen Wert ist bislang fest an den US-Dollar geknüpft, obwohl die Kaufkraft mittlerweile deutlich verloren hat.

Nicht nur aus Prestigegründen zeigt sich die Führung in Hongkong bislang entschlossen, den Wechselkurs gegen spekulative Attacken mit ihren gewaltigen Devisenreserven von 90 Milliarden Dollar zu verteidigen.

Wenn jetzt auch noch die Währung in den Abwärtsstrudel geriete, der die Aktienkurse seit der Übergabe Hongkongs an China halbierte und die Immobilienpreise um ein Fünftel hinunterzog, wäre Hongkongs Rolle als Finanzdrehscheibe des Fernen Ostens gefährdet.

Bedroht wird die Stabilität des Hongkong-Dollar aber nicht nur von Spekulanten, auch die Bürger verlieren allmählich das Vertrauen. Zunehmend legen sie ihre Ersparnisse in US-Dollar oder anderen Währungen an. Auf diese Weise wird die Angst vor der Abwertung zu einer Prognose, die sich selbst erfüllt.

»Der Hongkong-Dollar wird wohl fallen«, glaubt Klaus Kaldemorgen, Asienexperte bei der Deutschen Gesellschaft für Wertpapiersparen. Das sei der letzte noch stehende Dominostein, und sein Kippen könnte möglicherweise auch das Ende der Turbulenzen markieren - ein Ende mit Schrecken.

Noch ist ungewiß, wie die Tiger und die übrige Welt die Asienkrise überstehen. Sicher ist nur: Die Welt wird am Ende eine andere sein.

Ein Handelskrieg mit Billigexporten ist als Folge der Asienkrise ebenso denkbar wie eine chauvinistische Abschottung der Märkte - d ie Globalisierung der Wirtschaft scheint plötzlich gar nicht mehr so sicher wie noch zu Anfang der neunziger Jahre.

»Globalisierung hängt vom freien Handel ab«, schreibt der US-Ökonom Krugman in einem Beitrag für »Nihon Keizai Shimbun«. Doch derzeit nehme sowohl in den Industrieländern als auch in den sich entwickelnden Ländern der politische Widerstand gegen den freien Handel zu. »Es ist sogar möglich, daß die Globalisierung künftig nicht weiter voranschreitet, sondern einige Jahrzehnte stockt oder sich gar zurückentwickelt.«

Möglicherweise behält Krugman auch mit dieser These recht.

[Grafiktext]

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Taiwan

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Südkorea

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Honkong

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Indonesien

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Singapur

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung a. d. Philipinen

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Thailand

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Malaysia

Der asiatische Weg - Eskalation der Finanzkrise in Fernost

Anteil des Ostasienhandels am Außenhandel von Japan

Anteil des Ostasienhandels am Außenhandel von Deutschland

Anteil des Ostasienhandels am Außenhandel der USA

[GrafiktextEnde]

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Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Taiwan

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Südkorea

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Honkong

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Indonesien

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Singapur

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung a. d. Philipinen

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Thailand

Veränderung des Aktienkurses und der Landeswährung in Malaysia

Der asiatische Weg - Eskalation der Finanzkrise in Fernost

Anteil des Ostasienhandels am Außenhandel von Japan

Anteil des Ostasienhandels am Außenhandel von Deutschland

Anteil des Ostasienhandels am Außenhandel der USA

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* Hedge-Fonds sind Geldsammelstellen, die mit herkömmlichenFonds wenig zu tun haben. Sie gehen in der Regelüberdurchschnittliche Risiken ein und investieren ihre Mittel meistkurzfristig in alle möglichen Märkte und Finanzinstrumente.* Mit dem designierten südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jungam 4. Januar in Seoul.

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