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Schuk Erdene,

aus DER SPIEGEL 32/1990

65, Großenkel des Gründers der Mongolischen Republik und Vizepräsident der Staatsbank, hat sich eine neue Verwendung für eine der wenigen noch unversehrten Stalin-Statuen im Lande ausgedacht. Ausländische Sammler haben angeblich bereits 300 000 Mark für den Bronze-Stalin geboten, der, mehr als sechs Meter lang, seit dem Sturz des alten Regimes in einer Kiste auf dem Gelände der staatlichen Bibliothek liegend in den Himmel starrt (Foto). Der Bankier möchte die Tyrannen-Plastik weder verkaufen noch in ein Museum schaffen. Nach dem Willen des Gründer-Großenkels sollte Stalin am alten Platz in der Hauptstadt Ulan Bator aufgestellt werden, versehen mit einer Mahntafel: »Dieser Mann tötete unzählige Mongolen«.

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