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WAFFENRECHT Schwere Kaliber für Teens

aus DER SPIEGEL 36/2007

Eine vom Bundesinnenministerium vorgeschlagene Gesetzesänderung würde es jungen Erwachsenen leichter machen, an gefährliche Schusswaffen zu gelangen. Der Plan sorgt derzeit bei den Waffenexperten der Länder und der Polizei für hitzige Diskussionen. Sportschützen unter 21 Jahren soll es danach wieder erlaubt werden, großkalibrige Waffen zu kaufen und mit nach Hause zu nehmen. Damit würde eine wesentliche Änderung des Waffenrechts nach dem Amoklauf von Erfurt wieder zurückgenommen. Bei dem Attentat im April 2002 hatte ein 19-jähriger Gymnasiast 16 Menschen erschossen; danach war das Mindestalter für den Erwerb und den Besitz von großkalibrigen Gewehren und Pistolen für den Schießsport von 18 auf 21 Jahre erhöht worden. Sollte das Gesetz wie vom Ministerium geplant im April 2008 in der geänderten Form in Kraft treten, würde es Schützen ab 18 sogar erleichtert, sich stattliche Waffenarsenale anzulegen. Denn anders als bisher dürften sie dann auch Pistolen und Gewehre erwerben, mit denen im eigenen Verein gar nicht geschossen wird. Das Ministerium begründet die geplante Änderung unter anderem damit, dass derzeit in Europa einheitliche Regelungen angestrebt würden.

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