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SCHULEN Schwerer Weg nach oben

aus DER SPIEGEL 29/2001

Der Wechsel von der Haupt- auf die Realschule oder von der Realschule aufs Gymnasium ist heute weit seltener als vor 20 Jahren. Rund 95 Prozent der Mittelstufenschüler in Nordrhein-Westfalen, die die Schulform wechseln, verschlechtern sich dabei, so eine Studie des Dortmunder Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS). Zum Vergleich: 1990 verbesserten sich noch 17 Prozent der Schulwechsler, 1980 sogar knapp 30 Prozent. Der Anteil eines Altersjahrgangs, der von der Grundschule aufs Gymnasium überging, blieb dabei weitgehend gleich. Besonders dramatisch wirkt sich laut IFS die Entwicklung auf die Hauptschulen aus, die als Sammelbecken für Kinder »mit dem Stigma des Versagers« dienten. Mögliche Ursache für den Abwärtstrend seien überfüllte Klassen, erklärt IFS-Experte Ernst Rösner: »In großen Klassen bleibt weniger Zeit für den Lehrer, um sich um schwächere Schüler zu bemühen.«

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