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OSTTIMOR-MISSION Shuttle für Fußkranke

aus DER SPIEGEL 50/1999

Das Verteidigungsministerium möchte den von Außenminister Joschka Fischer durchgedrückten, monatlich 5,1 Millionen Mark teuren Bundeswehr-Einsatz in Osttimor schnellstmöglich beenden. Seit ihrer Ankunft im australischen Darwin am 15. Oktober absolvierten die beiden zu fliegenden Krankenstationen umgerüsteten »Transall«-Maschinen der Bundeswehr gerade mal 18 Flüge. Dabei holten sie 103 Verletzte ab, zumeist Angehörige der internationalen Friedenstruppe. Die Soldaten hatten sich Füße verstaucht, Arme oder Beine gebrochen oder klagten über Psycho-Stress. Akute Notfälle waren nicht darunter. Nach einem Besuch der Truppe in Darwin und Dili (Osttimor) lobte der CDU-Bundestagsabgeordnete Friedbert Pflüger zwar das »hohe Ansehen« der Lazarett-Flieger, doch gebe es »absolut sinnvollere Arten, das Geld auszugeben«. Auch die Militärs vor Ort halten sich nicht für unersetzlich: »Was wir hier machen«, urteilt der Kommandeur des Kontingents, Oberstleutnant Wolfgang Lange, »könnte auch die Deutsche Rettungsflugwacht übernehmen.«

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