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Hausmitteilung Siemens / Steffi Jones / Chemnitz / »DEIN SPIEGEL«

aus DER SPIEGEL 24/2019
Schmitt, Dahlkamp, Latsch

Schmitt, Dahlkamp, Latsch

Foto: FABIAN MELBER / DER SPIEGEL

Vor elf Jahren schrieb SPIEGEL-Reporter Jürgen Dahlkamp eine Titelgeschichte über »Die Akte Siemens – Innenansichten eines korrupten Konzerns«. Damals hatte er mit seinen Kollegen Dinah Deckstein und Jörg Schmitt Material gesichtet, das belegte, dass der Konzern systematisch und in aller Welt bestochen hatte, um an Aufträge zu kommen. Siemens versprach, so etwas werde nie wieder passieren. Jetzt zeigen Dahlkamp, Schmitt und ihr Kollege Gunther Latsch, dass Siemens sein Versprechen wohl nicht gehalten hat. In den Akten eines Ermittlungsverfahrens in Augsburg fanden sie beschrieben, wie für Siemens-Medizingeräte in Russland weiter geschmiert wurde, geschickter allerdings, mit einem Zwischenhändler. Wegen eines ganz ähnlichen Vorgehens in China ermittelt die US-Börsenaufsicht auch gegen Siemens. »Das spricht erneut für ein System. Es sieht so aus, als würde Siemens nun schmieren lassen«, sagt Schmitt. Zum Artikel 

Im Alter von 4 Jahren stand sie das erste Mal auf dem Bolzplatz, mit 20 Jahren war sie Nationalspielerin, später DFB-Direktorin und Bundestrainerin. Kaum jemand kennt den deutschen Frauenfußball so gut wie Steffi Jones. Zum Auftakt der Frauen-WM in Frankreich sprach sie mit SPIEGEL-Redakteurin Antje Windmann über die Entwicklung ihres Sports, fehlende Gleichberechtigung und warum sie, die mit einer Frau verheiratet ist, jeden Fußballer versteht, der sich nicht als schwul outen möchte. Jones trug zum Interview dezenten Schmuck und Make-up. »Normalerweise laufe ich ja eher im Jogginganzug rum«, sagt Jones. »Aber an einem Tag in der Woche gehen meine Frau und ich gemeinsam aus. Nicht, dass Sie denken, ich hätte mich extra für den SPIEGEL aufgebrezelt.« Zum Artikel 

Seit August des vergangenen Jahres, seit dem Aufmarsch von Rechtsradikalen in der Stadt, gilt Chemnitz als ein Ort, in dem die Rechten vieles machen können, was sie machen wollen. Da passte es ins Bild, dass Anfang März im Stadion des Chemnitzer FC eines stadtbekannten Neonazis gedacht wurde, und das nicht nur von Fans. Auch der Verein schien den Toten zu ehren, danach sah es zumindest aus. In Wahrheit aber war der Klub unter Druck gesetzt worden. Wie zu viel Pragmatismus in Chemnitz zum Kontrollverlust führte, beschreibt SPIEGEL-Reporter Uwe Buse in diesem Artikel .

Waschbären sind niedlich, aber ihr natürlicher Lebensraum ist nicht der Garten eines Einfamilienhauses. Trotzdem kommen Waschbären und andere Wildtiere den Menschen näher: Sie dringen in Gärten ein, plündern Mülltonnen. Dafür ändern die Tiere Gewohnheiten und sogar ihren Körperbau. Warum das so ist, steht in der Titelgeschichte von »Dein SPIEGEL«, dem Nachrichten-Magazin für Kinder. Außerdem im Heft: Der Rewe-Chef Lionel Souque erklärt, warum Biolebensmittel mehr kosten als andere. »Dein SPIEGEL« erscheint am Dienstag.

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