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Briefe

SKLAVENHANDEL
aus DER SPIEGEL 27/1955

SKLAVENHANDEL

(Nr. 25/1955, Afrika)

Ihre interessanten Ausführungen über den heute noch blühenden Sklavenhandel in Afrika erhalten durch die »Umsatzzahlen« im Handel mit »Ebenholz« noch einen besonderen Aspekt. Allein auf den »Umschlagplätzen« oder Sklavenmärkten im Tibestigebirge werden jährlich etwa 35 000 bis 40 000 Schwarze verhandelt. Da auch die Mau-Mau rigoros Sklavenhandel betreiben, indem sie kleinere Stämme, die nicht schnell genug Hilfe herbeiholen können, nach Abessinien verkaufen - jährlich etwa 20 000 bis 30 000 Mann - , kommt man im gesamten afrikanischen Sklavenhandel auf jährlich 60 000 bis 70 000 Menschen, die wie Vieh verkauft werden. Diese Zahlen entsprechen genau denen von vor 200 Jahren, als der Sklavenhandel aus Afrika nach Übersee noch quasi offiziell blühte.

Berlin

V. P. AUGUST SCHERL

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