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USA Söhne der Freiheit

Von Matthias Matussek
aus DER SPIEGEL 5/1995

Schon morgens um vier sind die beiden Männer aufgebrochen aus ihrem verschneiten 300-Seelen-Nest in den Bergen Montanas. Drei Stunden dauert die Fahrt mit dem Jeep zur nächsten Landebahn. Von dort zum nächsten Flughafen. Dann weiter nach New York zum Sondereinsatz. Ihr Kampfziel: die Seele der Nation. Sie treten in der Donahue-Fernsehshow auf.

Bob und John sind Milizionäre - beide Familienväter, beide geschieden, beide mittlerweile verheiratet mit ihrer »Sache«. Sie sehen die Freiheit bedroht und haben, wie Amerikas Gründerväter vor über 200 Jahren, bewaffnete Einheiten gebildet, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Den Ernstfall?

Die beiden Krieger stehen nicht allein. In die Zehntausende geht die Bewegung kleiner Leute, die glauben, daß Amerika auf dem falschen Kurs ist. Sie wollen nicht länger ohnmächtig sein. Sie legen Waffenlager an. Sie robben durchs Gelände.

Rechter Haß auf Politik und Wohlfahrtsstaat gehört zum guten Ton in jeder zweiten Radioshow, Haß ist ein Programm geworden, das Wahlen gewinnt - die Milizen sind die logische nächste Eskalationsstufe. Die Linke ist tot - nun kommt die rechte Guerilla im virtuellen Bürgerkrieg.

Natürlich läßt sich Phil Donahue, der populärste Silberscheitel im amerikanischen Plapper-TV, diese jüngste Bizarrerie der konservativen Kulturrevolution nicht entgehen. Während das Saalpublikum mit dem Slogan »Amerikaner kämpfen gegen Amerikaner« angeheizt wird, begrüßt der Talkmaster seine Gäste in der Garderobe.

Neben den Kriegern aus Montana hat er noch Milizionäre aus Michigan und Ohio ins NBC-Studio im New Yorker Rockefeller Center eingeladen. Diese sind in olivgrünen Kampfuniformen erschienen, schwer um die Hüften, grimmig der Blick. Sogar einen Feldgeistlichen haben sie mitgebracht.

Donahue ist links, die Milizen sind rechts. Donahue hat Routine, die Milizen haben wahnhafte Überzeugungen. Donahue kann Tränen und Wut und Gelächter orchestrieren wie keiner sonst. Die Milizen wirken neben ihm eher lächerlich. Leichte Beute für das dienstälteste Schlachtroß im TV-Talkshow-Parcours. Sollte man meinen.

Doch an diesem Nachmittag will Donahues Spott ("In welchem Busch lebt ihr eigentlich?") zunächst nicht zünden. Viele im Saal sind merkwürdig fasziniert von den Milizionären im Studio. Leute wie John, ein pensionierter Holzhändler aus Wyoming, der zustimmend murmelt, als der Feldkaplan von Amerikas »verlorener Seele« spricht.

Die Milizenbewegung, die mittlerweile an die 200 000 Sympathisanten zählt, ist eine Art Freiluftturnen mit reaktionärem Gebetbuch. Sie ist durchdrungen von amerikanischer Gründerromantik - es waren Milizen, die den Freiheitskampf gegen die englischen Kolonialherren aufnahmen und die Unabhängigkeit gegen den Britenkönig erstritten.

Nun aber wird die Freiheit von innen bedroht. Die Gegner sind Liberale, Atheisten, Wohlfahrtsschnorrer, Politiker, Washington und immer wieder und vor allem: der Präsident.

Die Feierabendverbände geben sich die phantasievollsten Namen. Da sind die kalifornischen »Bewaffneten Bürger für eine verantwortungsbewußte Erziehung« oder die Aktionsgruppe »Freiheit um jeden Preis« aus Nevada. Den stärksten Zulauf hat die Miliz in Michigan, in der Männer wie Gefängniswärter Barry Cote mitmarschieren, der die »Freiheit liebt und der Politik mißtraut« und mittlerweile schon eine eigene kleine Gruppe befehligt.

Die Milizenprosa ist pathetisch oder sentimental. Sie zitiert die Verfassung und Abraham Lincoln, und auch die abenteuerlichsten Beschuldigungen werden mit großer historischer Geste vorgetragen.

In einer staatsweiten Rekrutierungsaktion versammelte sich kürzlich die »Konstitutionelle Miliz von Texas« zu einer Feierstunde am Märtyrer-Fort Alamo. Mit würdevollem Mummenschanz hielt der Milizenführer seine Ansprache vor ein paar Dutzend Freiwilligen und Touristen. Mädchen legten Blumengebinde zum Andenken an die Gefallenen nieder. Worauf eine Beschwerdeliste verlesen wurde, eine Travestie auf die berühmte »List of Grievances« der Unabhängigkeitserklärung.

Zu den Schikanen, die die texanischen Feierabendsoldaten »nicht länger dulden wollen«, gehören unter anderem die Sozialversicherungsabgaben und Gesetze zum Umweltschutz. Außerdem sind sie gegen militärische Interventionen in Ländern, die »uns und unserem Gott fremd« sind.

Die Ermittlungsbehörden halten die meisten Milizionäre nur für verirrte Patrioten, harmlose Spinner. Selbst die Anti-Defamation League, die rassistische und antisemitische Gruppen beobachtet, befand: »Technisch fallen sie nicht in die Kategorie der Haßgruppen.«

Sie hetzen nicht gegen Juden, sondern gegen Washingtons Bürokratie. Sie predigen keinen Rassismus, sondern Widerstand gegen Gatt und andere Freihandelsverträge. Sie beschmieren keine Friedhöfe, sondern organisieren Briefaktionen gegen Waffenkontrollgesetze. Darüber hinaus verästeln sich ihre verschiedenen Programme in den phantastischsten Spekulationen, die über Fax und Computer-Netzwerke ausgetauscht werden.

Wer sich an die Propagandisten etwa des »American Patriot Fax Network« wendet oder an die der »Fed-Up American Hotline«, betritt einen Zaubergarten politischer Paranoia, in dem alles ein Geheimnis ist und alles auf verrückte Art klar. Hier blühen der prächtig-unbegründete Argwohn und die Poesie der Verschwörung, und oft ist es nur ein winziger Kick, ein kleiner Effet, der konventionelle konservative Positionen ins Irrwitzige überdreht.

Da ist der Kriegstanz um das Totem »Steuer«, das in Amerika immer an die patriotische Seele rührt: Der amerikanische Freiheitskampf begann schließlich als ein Aufstand gegen Steuern. Es war eine Steuererhöhung, die den vorigen Präsidenten die Wiederwahl kostete, und der politische Kampf um Steuern wird womöglich auch den jetzigen erledigen.

Für die Milizen ist Steuer nur ein anderes Wort für Staatswillkür und Perversion der Verfassung. Darüber hinaus jedoch gibt es die miliztypische zusätzliche Prise Irrsinn. Ein Mitglied der »Söhne und Töchter der Freiheit« aus Nevada etwa meldete sich jüngst mit Beweisen dafür, daß das amerikanische Finanzamt die eigene Bevölkerung für »über 150 ausländische Mächte« ausspioniere.

Besonders seit der Verabschiedung des jüngsten Waffengesetzes hat die Bewegung Zulauf. Mit Millionen von Konservativen sind sich die Milizen in den Grundsätzen einig: Waffe in Bürgerhand ist Verfassungsrecht, Einschränkungen sind Anschläge auf die Freiheit.

Die Milizen drehen nur ein wenig weiter an diesem Credo: Washington, so behaupten sie, wolle das eigene Volk entwaffnen, um es wahlweise an die Russen, die Vereinten Nationen oder die satanischen Mächte der Finsternis zu verschachern.

Natürlich haben sie Beweise. Auf Highway-Schildern in Michigan zum Beispiel wollen sie bereits geheime Markierungen ausgemacht haben, die fremden Truppen die Orientierung erleichtern sollen. Ist es vor diesem Hintergrund nicht geradezu heilige Bürgerpflicht, Waffen zu horten und sich auf den Ernstfall vorzubereiten?

Auch wenn die Milizen zunächst nur als reaktionäre Faschingsvereine gelten, so gibt es doch Beispiele dafür, daß eine paranoide Mobilmachung gegen eingebildete Feinde in eine Katastrophe führen kann. Der Feind, der sich nicht einstellen möchte, wird auf diese Weise herbeigebetet. Die Krise, die sich nicht mehr ertragen läßt, wird auf die Spitze getrieben, um endlich Entspannung zu haben.

Der Armageddon-Irrsinn des David Koresh in Waco (Texas) war so ein Fall. Überzeugt davon, daß die Entscheidungsschlacht zwischen Gut und Böse bevorstehe, legten die Koresh-Jünger riesige Waffenlager an. Seit der Stürmung der Kommune durch Bundesagenten und dem Feuertod der Sektenjünger gilt Koresh unter Milizionären als Märtyrer, der für die Freiheit starb.

Ein anderer Freiheitsheld ist Randy Weaver aus Idaho, ein Rassist, der Schwarze für Untermenschen und Juden für Abkömmlinge des Satans hält. Auch er war überzeugt davon, daß das letzte Gefecht mit den Armeen des Teufels unausweichlich sei.

Weaver war wegen illegalen Waffenhandels angeklagt worden. Statt im Januar 1991 zum Gerichtstermin zu erscheinen, verbarrikadierte er sich, bis an die Zähne bewaffnet, mit Familie und Freund in seiner Blockhütte in den Bergen Idahos und erwartete die Polizei.

Bei einem ersten Feuergefecht im August 1992 starben ein Marshal und Weavers 14jähriger Sohn. Am nächsten Tag belagerten Hundertschaften von FBI und Polizei das Grundstück. Weaver und sein Freund wurden angeschossen, Weavers Frau starb im Kugelhagel. Weaver gab schließlich auf. 15 Revolver und Gewehre wurden sichergestellt. Für die Milizen liegt der Fall klar: Washington mordete Patrioten.

Daß Präsidenten Verbrecher und Verschwörer sind, die gegen das eigene Volk putschen, ist geradezu ein Bestandteil amerikanischer Folklore. Nach Ansicht mancher Milizionäre soll zum Beispiel US-Präsident Roosevelt von dem Angriff auf Pearl Harbor 1941 schon vorher gewußt haben. Er habe dafür gesorgt, daß die US-Kriegsschiffe miteinander vertäut wurden, um den Schaden zu vergrößern. Warum? Die Antwort klingt verblüffend marxistisch: »Das Großkapital hatte seine Gründe.«

Für die Freaks vom rechten oder linken Rand war der Präsident schon immer eine dämonische Figur, die Schuld trägt am Elend der Welt und vor allem an der eigenen Not. Doch mit Clinton hat die Präsidentenhetze eine neue Qualität gewonnen: Längst kursieren Videos, die Clinton Kokainhandel, Kindesentführung und Mord vorwerfen. Daß in den letzten Monaten gleich mehrere Attentate aufs Weiße Haus verübt wurden, mag Zufall sein. Tatsache ist, daß genug labile Waffenfans herumlaufen, die den Präsidenten für eine Schießbudenfigur halten, um die es nicht schade wäre.

Als gemeinschaftsstiftende Kulturleistung wurde der Präsidentenhaß in den sechziger Jahren von den Linken entdeckt. Tom Carson, ein Kolumnist der Village Voice, erinnerte sich kürzlich, wie »wundervoll es war, Nixon zu hassen - man liebte das Leben, wenn man Nixon haßte«. Der Artikel erschien in einem Nachruf auf die Linke, die darin für »erledigt« und »tot« erklärt wurde.

Nun scheint es, daß die subversive Energie der linken Subkultur auf der rechten Seite wieder auftaucht. »Die Regierung kontrolliert alles. Sie macht dich fertig. Aber wir werden uns wehren. Der Tag wird kommen, da werden Kugeln wertvoller sein als Gold": Das ist nicht Black-Panther-Romantik aus den sechziger Jahren, sondern Miliz-Schwärmerei aus den Neunzigern. Anders als die Apo jedoch ist die Milizenbewegung zunächst nur abstrakte Mobilmachung, ein ständiges Manöver, das ein vages Unbehagen viel eher ausdrückt als zielgerichteten Aktionismus. Es ist die Kultur der Empörung, von der jede Talkshow lebt, ein Modus der leeren Erregung, der Radiomoderatoren wie Rush Limbaugh reich macht und den Milizen Mitglieder aus der Mitte der Gesellschaft zuführt.

Natürlich hat diese Kultur auch den Journalismus angeregt: Nicht Aufklärung, sondern Gehässigkeit ist oft das Ziel, eine Aggressivität, die nichts bewegt, sondern nur noch mit sich selber angibt.

Der Wahltriumph der Republikaner, das wird auch deren neuer Messias Newt Gingrich zu spüren bekommen, ist eine Folge dieser Kultur - kein Mandat, sondern nur ein Entertainmenterfolg, eine Belohnung für die aggressiven Parolen. Die Mehrheit derjenigen Wähler, die gegen die Demokraten stimmten, waren nicht in der Lage, deren wichtigste Gesetzesvorlagen zu nennen. Sie wollten nicht unbedingt die Republikaner, sondern einfach den Wechsel.

Die Kampfstiefel, die an diesem Nachmittag in der Phil-Donahue-Show auftreten, demonstrieren, wie sehr die politische Debatte an Seriosität verloren hat und durch absurdes Theater ersetzt wurde. Bob Fletcher aus Montana ist in Fahrt. Mit Schautafeln und Fotos untermauert er seine Gewißheit, daß russische Kommandos die Vereinigten Staaten bereits infiltriert hätten.

In einer Werbepause verliert Donahue die Contenance. Er herrscht seinen Sendeleiter an: Man solle diesen Montana-Typen endlich die Fotos wegnehmen. Doch als die Sendung wiederaufgenommen wird, bringt sich Bob Fletcher selbst um den Sieg. Er begeht einen kapitalen Fehler - er greift Donahue persönlich an. »Es sind Liberale wie Sie, die Lügen verbreiten und das Land ruinieren«, poltert er. Damit ist er geliefert.

Nun erinnern sich die Fans im Saal ihrer Loyalitätspflicht gegenüber dem Star. Donahue mag ein Liberaler sein, aber er ist eine Berühmtheit. Und er bringt sie ins Fernsehen. Dafür bedanken sie sich.

Das Talkshow-Gesetz ist das des ritualisierten Abschlachtens. Nun also werden die Milizionäre zur Beschimpfung freigegeben. »Euch möchte ich meine Kinder nicht anvertrauen«, ruft einer und schaut sich beifallheischend um. »Laßt euch mal untersuchen«, sagt ein anderer.

Ein Mädchen meldet sich. Es stottert und wird rot vor Aufregung, und dann bringt es schließlich heraus: »Habt ihr keine Arbeit?« Der Saal johlt, und das Mädchen strahlt in die Kamera, glücklich, daß es sich getraut hat.

In nur zehn Minuten sind alle Geländegewinne der Milizionäre dahin. Während sich das Publikum nach Ende der Sendung in Zweierreihen anstellt, um Donahue die Hand zu drücken, ziehen sich die Milizionäre in den Gästeraum zurück, Geschlagene. Im Schauspiel der öffentlichen Aggressivität haben sie den kürzeren gezogen.

Der Feldgeistliche macht Mut bei Leberwurstschnitten. John Trochmann aus Montana umarmt den schwarzen Kameraden aus Ohio, auf dessen Visitenkarte die Berufsangabe »Schützer der Verfassung« steht. Das Fiasko schweißt zusammen. Schon kurz darauf, als die Kämpfer von der Limousine der TV-Anstalt ins Hotel gebracht werden, wird aus der Niederlage eine Heldenlegende.

»Wir sind in die große Stadt gekommen, um aufzuklären«, erklärt Trochmann mit biblischem Pathos, würdevoll unter seinem Patriarchenbart: »Wir sind ausgelacht worden, aber nun klebt kein Blut an unseren Händen. Wir sind nicht verantwortlich für das, was kommen wird.«

Bob Fletcher, ein kleiner, agiler ehemaliger Vertreter, lächelt grimmig. Sicher, die Sendung war ein Desaster. Natürlich ist Donahue Teil der Verschwörung. Der Feind ist mächtig. Er, Fletcher, kann ein Lied davon singen. Seit er dem Feind auf die Spur gekommen ist, hat der zweimal versucht, ihn zu töten. Der letzte Anschlag war eine Giftattacke mit Rohine, einer Substanz, mit der »sie« schon William Casey, den ehemaligen CIA-Chef, umgebracht haben.

Gelacht haben sie in der Donahue-Show - diese Ahnungslosen! Im Hotelzimmer werden dem Reporter geheime Dokumente präsentiert, unter anderem eine Cornflakes-Packung, die eine Karte des amerikanischen Kontinents in verschiedenen Farben zeigt. Die Farben bezeichnen die Provinzen, in welche die künftige Weltregierung das versklavte Amerika aufteilen wird.

Der Feind tarnt sich. Aber er ist auch arrogant und hinterläßt Spuren. »Schon mal auf die Ein-Dollar-Note geguckt?« murmelt Fletcher im Hotelrestaurant, nachdem er sich vergewissert hat, daß keiner mithört. Er kramt eine aus der Tasche. »Was steht da, gleich neben der Freimaurer-Pyramide?« Er nickt grimmig. »Richtig: Novus Ordo Seclorum. Das ist Latein. Es heißt: Neue Weltordnung. Das ist es, was sie anstreben.« Sie - das ist Clinton im Verein mit den Russen, den Vereinten Nationen und wahrscheinlich Phil Donahue.

Trochmann und Fletcher aus Montana aber werden sie nicht mundtot machen können. »Wir werden uns wehren«, sagt Fletcher. Sie haben bereits damit angefangen - da die Donahue-Show die Rechnung begleicht, haben sie einfach das Teuerste bestellt.

Und dann toasten sie sich zu, die beiden Milizionäre, die am frühen Morgen ihr Dorf in Montana verlassen haben, um Donahue zu bekämpfen und die Nation zu warnen. »Up his ass«, sagt Bob. »Up his ass«, antwortet John. Y
*VITA-KASTEN-1 *ÜBERSCHRIFT:

Wut auf Washington *

macht viele US-Bürger zu militanten Oppositionellen. Weil anonyme Behörden ihr Leben angeblich immer stärker regulieren, rufen sie zur Notwehr gegen »Staatswillkür« auf. Zehntausende Unzufriedene schließen sich paramilitärischen Gruppen an. Nun trainieren sie für den Tag, an dem sie ihre Freiheit mit Waffengewalt verteidigen wollen. Die Bürgerwehren sind allerdings nur die reaktionäre Spitze einer populistischen Revolte, die auch weite Teile des weißen Mittelstands erfaßt und den Republikanern im vorigen Jahr einen phantastischen Wahlsieg beschert hat. Waffennarren, Rechtsradikale und enttäuschte Wohlstandsbürger vereint ihr Haß auf Präsident Bill Clinton.

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