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INTERNET Spam-Flut in Bundesbehörden

aus DER SPIEGEL 22/2007

Bundesregierung und Parlament haben ein massives Problem mit unerwünschten E-Mails. Solche Spam-Nachrichten umfassten 85 Prozent der eingehenden elektronischen Post, heißt es im aktuellen »Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland« des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Spam-Flut, in der sich auch schädliche Programme wie Trojaner verbergen können, habe »Arbeitszeitausfälle, Überlastung der technischen Komponenten und unnötige Kosten« zur Folge. Der Bericht bezieht sich auf das Bundeskanzleramt, den Bundestag, die Bundesministerien und andere Behörden, die im »Informationsverbund Berlin-Bonn« zusammengeschlossen sind. Der Befund ist für das BSI heikel, weil das Amt für die Sicherheit des Behördennetzes und damit auch für die Spam-Abwehr zuständig ist. BSI-Präsident Udo Helmbrecht verweist vor allem auf Datenschutzprobleme: »Auch für Behörden gilt der Schutz der Privatsphäre und des Fernmeldegeheimnisses. Wir müssen aber in die E-Mails hineinschauen und brauchen deshalb das Einverständnis der Mitarbeiter.« Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bereits zugesagt, das BSI-Gesetz zu ändern und die Kompetenzen des Bundesamtes als präventiver IT-Sicherheitsbehörde zu stärken.

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