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SPD-Karussell

aus DER SPIEGEL 43/1977

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Dietrich Stobbe, und Bundesgeschäftsführer Egon Bahr sollen nach einer Empfehlung des SPD-Präsidiums auf dem Hamburger Parteitag in den Vorstand gewählt werden. Sie würden die Plätze einnehmen, die durch den Verzicht des schleswig-holsteinischen Linksaußen Jochen Steffen und den Wechsel von Stobbe-Vorgänger Klaus Schütz in die deutsche Israel-Botschaft frei werden. Nach dem Willen Kanzler Helmut Scbmidts, aber auch der Parteirechten sollen ferner Wohnungsbauminister Karl Ravens, Spitzenkandidat bei der niedersächsischen Landtagswahl 1978. der neue rheinland-pfälzische SPD-Chef Hans Schweitzer, sein bayrischer Kollege Helmut Rothemund und die neue Vorsitzende der SPD-Frauen, Elfriede Hoffmann, für den Führungszirkel kandidieren. Das Kalkül der Rechten: Nach dem Fraktionskrach um das Kontaktsperrengesetz werde die Parteitagsmehrheit eher bereit sein, linke Vorständler wie Berlins Bausenator Harry Ristock oder MdB Wolfgang Roth abzuwählen.

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