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SPD steigt bei Privat-TV ein

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aus DER SPIEGEL 34/1984

Der Westdeutsche Rundfunk soll auf Wunsch der SPD-Führung beim künftigen Privatfernsehen mitmischen. Mit der Essener »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung« ("WAZ") ist ein WDR-Programmverbund nach einem Konzept des ebenfalls beteiligten Filmemachers Alexander Kluge geplant. Gesendet werden soll über den ab 1986 sendebereiten, direkt mit Hausantennen empfangbaren deutschen Fernsehsatelliten TV-Sat. Wie das CDU-geführte ZDF, das im Kabelpilotprojekt Ludwigshafen bereits einen Gemeinschaftskanal mit der Regionalzeitung »Rheinpfalz« betreibt, soll auch der WDR (unter Intendant Friedrich-Wilhelm von Sell, SPD) seinem Partnerverlag den kostspieligen Einstieg ins Privatprogramm erleichtern. Einer der Projektförderer ist SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz, der das - zum nächsten Jahreswechsel beginnende - Privatfernsehen den konservativen Konsortien (Hauptbeteiligter: der Axel Springer Verlag) nicht allein überlassen will.

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