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SPECTRUM US-Jugend nimmt weniger Drogen

aus DER SPIEGEL 14/1981

Zum erstenmal seit fünf Jahren ist bei amerikanischen Jugendlichen der Drogenverbrauch zurückgegangen. Dies geht aus einer Studie der University of Michigan hervor, in deren Verlauf seit 1975 alljährlich 17 000 amerikanische High-School-Absolventen über ihren Drogenkonsum befragt werden. Danach ist der Anteil der Schüler, die täglich Marihuana rauchen, zwischen 1979 und 1980 von 22 auf 10 Prozent gesunken. Ähnliche Trends meldet auch das US-Militär. Deutlich zurückgegangen ist auch der Gebrauch von »Schnüffel«-Substanzen und Halluzinogenen wie etwa PCP, desgleichen der Konsum von Barbituraten und Tranquilizern. Der Gebrauch von Kokain, der sich in den USA von 1976 bis 1979 verdoppelt hatte, ist 1980 nicht weiter angestiegen. Hingegen hat die Einnahme von Schnellmachern und Schlafmitteln zugenommen. Und immer noch ist, wie die Studie feststellt, die Zahl der »Probierer« an US-Schulen groß; 65 Prozent der befragten Oberschüler (18 Prozent mehr als 1975) gaben an, »irgendwann einmal« Drogen genommen zu haben -- freilich (anders als früher) nicht, um »high« zu sein, sondern um abzunehmen oder den Tag zu überstehen.

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