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Stasi-Akten Spuren auf Magnetband

aus DER SPIEGEL 32/1996

Der überraschende Fund eines Datenbandes durch Mitarbeiter der Berliner Gauck-Behörde und die Rekonstruktion zerrissener Stasi-Akten im fränkischen Zirndorf könnten bislang unerkannte Agenten der DDR-Auslandsspionage HVA enttarnen. Auf einem Magnetband entdeckten die Stasi-Rechercheure einen bisher verschollenen Teil einer Kartei mit den Daten Inoffizieller Mitarbeiter der HVA. Mit Hilfe der Magnetdaten sollen Decknamen von Agenten rekonstruiert, ihre Führungsoffiziere benannt sowie Umfang und Dauer der Spitzel-Aktionen ermittelt werden.

In der Gauck-Behörde will man zudem versuchen, mit Hilfe der Magnetband-Daten auch das DDR-interne Netz der HVA zu rekonstruieren. Nach Schätzung von Fachleuten sind bisher Tausende von Agenten, die für die HVA in Ostdeutschland gearbeitet haben, unentdeckt geblieben.

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