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RAUSCHGIFT Spuren im Sand

aus DER SPIEGEL 16/2007

Bei den Ermittlungen zum Kokainfund von Sylt gibt es eine erste heiße Spur. Im belgischen Antwerpen beschlagnahmten die Behörden jetzt 20 Kilogramm der Droge, die in ihrer Konsistenz und Verpackung dem Sylter Fund entsprechen. Der Stoff stammt aus Kolumbien. Vier Männer wurden festgenommen, eine Spur führt in die Niederlande. Das bestätigte das Zollkriminalamt in Köln auf Nachfrage. An verschiedenen Strandabschnitten von Sylt waren Mitte März vier Rucksäcke gefunden worden. Einer war leer, die anderen drei enthielten insgesamt 35 Kilogramm Kokain mit einem Marktwert von rund 1,75 Millionen Euro. Einige Pakete aber waren bereits angebrochen. Erste Analysen ergaben, dass sich die Rucksäcke zumindest einige Zeit im Wasser befunden haben müssen. Unklar ist, ob das Rauschgift gezielt vor der Insel ins Wasser geworfen wurde, etwa um einer Kontrolle zu entgehen. Die Ermittler halten es jedoch für wahrscheinlich, dass sich der Empfänger der Ware auf Deutschlands Party-Insel befunden habe. Deshalb wurden zeitweise zahlreiche Sylt-Reisende von Zollbeamten kontrolliert, allerdings ohne Erfolg.

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