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SCHWEIZ Strahlende Nachbarn

aus DER SPIEGEL 12/2007

Nachdem die eidgenössische Regierung beschlossen hat, den Bau neuer Atomkraftwerke zuzulassen, regt sich in Süddeutschland und Österreich Widerstand. Der vorarlbergische Landeshauptmann Herbert Sausgruber sprach von einem »völlig falschen Signal« und sucht jetzt die Unterstützung der Regierung in Wien. Auch das Landratsamt im deutschen Waldshut hat bereits gegen das »zusätzliche Risiko« protestiert - das Schweizer AKW Leibstadt steht direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Rheins. Auch die AKW Gösgen sowie Beznau I und II, die als wahrscheinlichste Standorte für neue Kraftwerke gelten, sind nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Schweizer Energiekonzerne haben angekündigt, dass sie frühestens bis 2018 das erste neue AKW bauen könnten - verschiedene Gemeinden haben sich bereits als Standort beworben. In Europa erlebt die Atomenergie derzeit eine Renaissance: Zurzeit planen Großbritannien, Schweden, Finnland und Spanien den Bau neuer oder die Aufrüstung alter AKW. Im Fall der Schweiz bleibt den besorgten Nachbarn eine Hoffnung: Die Bevölkerung muss neue AKW per Volksabstimmung genehmigen.

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