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Streichkonzert

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aus DER SPIEGEL 11/1984

Trotz aller Warnungen von Franz Josef Strauß ist Bundesverkehrsminister Werner Dollinger zu einer ebenso schnellen wie rigorosen Verkürzung des Schienennetzes der Bundesbahn entschlossen. Den Grünen im Bundestag teilte der CSU-Minister am vorigen Freitag auf Anfrage mit, er werde 78 Strecken mit einer Gesamtlänge von 1977 Kilometern stillegen. Statt der Züge sollen Busse verkehren. 860 Kilometer (65 Strecken) sollen ersatzlos eingespart werden. Für all diese Stillegungen sind die Anträge bereits gestellt. Folgende Strecken werden schon im nächsten Fahrplan, der vom 3. Juni an gilt, nicht mehr auftauchen: Schwäbisch Gmünd - Göppingen; Creidlitz - Rossach; Regensburg - Wutzlbofen - Falkenstein; Landsberg (Lech) - Schongau; Bad Hersfeld - Treysa; Holzminden - Scherfele; Salzgitter-Lebenstedt - Derneburg; Monsheim - Grünstadt; Siershahn - Altenkirchen; Wengerohr - Bernkastel-Kues und Landau - Germersheim. Zudem sollen zahlreiche Zugverbindungen an Samstagen oder/und Sonntagen gestrichen werden.

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