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Polen Streit um Abschiebung

aus DER SPIEGEL 32/1996

Mit einem schärferen Fremdengesetz wollen die Behörden gegen immer mehr illegale Immigranten aus der Dritten Welt vorgehen. Die Zahl der Ausländer, die sich unerlaubt in Polen aufhalten, wird auf 50 000 bis 200 000 geschätzt. Um Abschiebungen schnell durchsetzen zu können, wurde nun in Lesznowola, 40 km südlich von Warschau, das erste Sammellager für Flüchtlinge eingerichtet. Das neue Fremdengesetz, das bereits im Parlament eingebracht wurde, hat der Warschauer Vertreter des Uno-Flüchtlingswerks, Luigi Cabrini, als »zu restriktiv« kritisiert. Den Experten empört vor allem, daß in dem Entwurf den Flüchtlingen kaum eine Möglichkeit eingeräumt wird, gegen eine Abschiebe-Entscheidung des Innenministeriums Einspruch zu erheben.

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