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Telefonbuch Streit um Datendisk

aus DER SPIEGEL 45/1993

Das digitale Telefonbuch auf computerlesbarer Datendisk (CD-Rom), mit dessen Hilfe sich sekundenschnell Telefonnummern aus ganz Deutschland am PC-Bildschirm ermitteln lassen, beschäftigt die Gerichte. So erwirkte jetzt die Deutsche Postreklame, Verlegerin des amtlichen Telefonbuchs der Telekom, eine einstweilige Verfügung gegen den Tele-Info-Verlag in Garbsen bei Hannover, der kürzlich seine aktuelle »Tele-Info-CD 1187« vorgestellt hatte. Die drei speicherstarken Datenscheiben (Verkaufspreis: 499 Mark), die nun vorerst nicht mehr angeboten werden dürfen, enthalten Einträge über 30 Millionen Fernsprechteilnehmer; als Suchkriterien lassen sich auch Vorname oder Straße verwenden. Als Datenbasis für das CD-Verzeichnis diente dem Verlag das amtliche - urheberrechtlich wenig geschützte - Telefonbuch, dessen Seiten mit Hilfe hochleistungsfähiger Lesegeräte ("Scanner") für die CD digitalisiert wurden. Die erste »Tele-Info-CD« erschien bereits 1990. Doch erst jetzt schlug die Postreklame, die unter dem Titel »Teleauskunft 1188« selbst eine CD-Rom (Verkaufspreis: 3950 Mark) anbietet, zurück. Begründung unter anderem: »schmarotzerische Leistungsausbeutung«.

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