Zur Ausgabe
Artikel 6 / 86

Stroessner wehrt sich

*
aus DER SPIEGEL 12/1985

Paraguays Militärdiktator Alfredo Stroessner, der im Juli die Bundesrepublik besucht, reagierte unkonventionell auf Vorwürfe gegen sein Regime. Über das Stuttgarter »Institut für deutsch-paraguayische Beziehungen zur Wirtschafts- und Kulturförderung GmbH« ließ er dementieren, der KZ-Arzt Josef Mengele lebe noch immer in dem südamerikanischen Land. Institutschef Heinz Aigner, CSU-Mitglied und Duz-Freund der Ministerpräsidenten Lothar Späth und Franz Josef Strauß, bestätigte vorige Woche, daß er zusammen mit politischen Freunden die Stroessner-Visite durchgesetzt habe. Für diesen Erfolg danke er sehr herzlich dem Bundeskanzler und dem bayrischen Regierungschef. Aigner will diese Woche mit dem Leiter des jüdischen Dokumentationszentrums in Wien, Simon Wiesenthal, zusammentreffen - um zu erforschen, »warum Herr Wiesenthal hartnäckig glaubt und verbreitet, Mengele sei in Paraguay«. Stroessner läßt derweil erklären, es gebe Zeugen dafür, daß der KZ-Arzt schon 1976 gestorben sei - in Paraguay. _(Mit Ehefrau Josefina, Tochter des ) _(inzwischen verstorbenen ) _(Stroessner-Freundes Jimenez-Balbiani. )

Mit Ehefrau Josefina, Tochter des inzwischen verstorbenenStroessner-Freundes Jimenez-Balbiani.

Zur Ausgabe
Artikel 6 / 86
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.
Merkliste
Speichern Sie Ihre Lieblingsartikel in der persönlichen Merkliste, um sie später zu lesen und einfach wiederzufinden.
Jetzt anmelden
Sie haben noch kein SPIEGEL-Konto? Jetzt registrieren