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Migration Studie sieht keinen Beleg für Pull-Effekt

aus DER SPIEGEL 33/2021
Helferin, Flüchtlinge in München 2015

Helferin, Flüchtlinge in München 2015

Foto: Nicolas Armer / dpa

Die Flüchtlingspolitik im September 2015 hat nicht dazu geführt, dass mehr Menschen nach Deutschland fliehen wollten. Zu diesem Ergebnis kommen die Migrationsforscher Jasper Tjaden und Tobias Heidland in einer neuen Studie für das Kieler Institut für Weltwirtschaft. Die Wissenschaftler analysierten die tatsächlichen Migrationszahlen zwischen 2000 und 2020, Google-Suchen sowie Umfragen in den Herkunftsländern, um die Beweggründe der Flüchtlinge zu erfassen. Demnach sorgte die deutsche Migrationspolitik nicht für einen Pull-Effekt, sondern hatte kaum Einfluss auf die Entscheidung, in die Bundesrepublik zu gehen. Der Krieg in Syrien oder die wirtschaftliche Not in den Erstaufnahmeländern waren für die Menschen viel bedeutender. Bereits zwischen 2011 und 2014 fassten der Studie zufolge immer mehr Menschen den Entschluss, sich auf den Weg nach Deutschland zu machen.

jda, nsp
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