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TV-KONZERNE Studio Hamburg bietet mit

aus DER SPIEGEL 36/2007

ProSiebenSat.1 kommt mit dem geplanten Verkauf seiner Produktionstochter voran. Der Fernsehkonzern habe für die Sparte mit rund tausend Mitarbeitern drei Angebote erhalten, berichten Insider. Zu den Interessenten zähle unter anderen die Produktionsfirma Studio Hamburg, heißt es. Die NDR-Tochter biete zusammen mit dem Siemens-Konzern - die Produktionssparte beinhaltet auch die komplette Datenverarbeitung von ProSiebenSat.1. Gemeinsam ins Rennen gehen deshalb zudem die Londoner Produktionsfirma Red Bee, die der australischen Finanzgruppe Macquarie gehört, und der Technologiekonzern IBM. Dritter Kandidat sei der französische Konzern Thomson. ProSiebenSat.1 will die Sparte nicht zerschlagen und in Einzelteilen verkaufen. Daher seien die Satellitenfirma SES Astra und der IT-Dienstleister Accenture, die sich nur für Teile der Firma interessiert hatten, nicht mehr dabei. Schon im Oktober könnte eine Entscheidung über den Verkauf fallen, heißt es aus dem Umfeld des Managements. Offiziell mag ProSiebenSat.1 zu dem Verkauf keine Stellung nehmen, noch sei nichts entschieden. Im Konzern sorgt man sich jedoch, dass ein möglicher Arbeitsplatzabbau auch nach einem Verkauf dem Image der TV-Gruppe schaden könnte, die erst vor kurzem angekündigt hatte, 180 Stellen zu streichen. Mit den Bietern wird daher offenbar auch über Jobgarantien geredet, das würde allerdings den Preis drücken.

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