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Personalien Sue Tilley

aus DER SPIEGEL 22/2008

Sue Tilley , 51, Angestellte in einem Jobcenter in London und ehemaliges Aktmodell für Lucian Freud, der mit dem Verkauf eines Akt-Gemäldes sagenhafte 21,7 Millionen Euro verdiente, kann sich vor fragwürdigen Angeboten nicht retten. Mehrere Boulevardzeitungen haben sie nach der Versteigerung des Bildes »Benefits Supervision Sleeping« kontaktiert, um sie für Fotoaufnahmen zu gewinnen. Eine Redakteurin wollte, dass die überaus üppig gebaute Tilley die gleiche Pose wie für Freud einnehme, um ein Foto zu machen. Eine andere schlug vor, dass sie die berühmte Christine-Keeler-Aufnahme nachstelle: nackt, rittlings auf einem Stuhl. Tilley, die vier Jahre lang für Freud Modell stand, lehnt derlei Avancen höflich, aber bestimmt ab. Über die sensationenheischende Medienbranche ist die Britin enttäuscht: »Niemand scheint zu verstehen, dass es sich um Kunst dreht. Es ist eine Sache, für einen Künstler als Aktmodell zu arbeiten, und eine völlig andere, sich nackt fotografieren zu lassen.«

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