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Südafrikas Botha hofiert Schwarzafrika

aus DER SPIEGEL 40/1988

Getreu einer jüngeren burischen Erkenntnis, daß »der Weg zur internationalen Anerkennung durch Afrika führt«, machte sich Pretorias Präsident Pieter Willem Botha Ende vergangener Woche auf seine dritte Reise innerhalb eines Monats. Nach »konstruktiven Gesprächen« mit Führern der linken Nachbarrepublik Mosambik und einer »freundlichen Safari« (so die Bewertung des Außenministeriums) durch das Malawi des greisen Präsidenten Banda Mitte September landete der weiße Herrscher im zentralafrikanischen Zaire, wo Mobutu Sese Seko mit eiserner und stets geöffneter Hand regiert. Die diplomatische Offensive Südafrikas ist Teil der Verhandlungsstrategie beim Ringen mit Kuba und Angola - unter US-Aufsicht - um friedliche Lösungen im Südwesten Afrikas. Bei einer weiteren Gesprächsrunde vergangene Woche in Brazzaville (Kongo) bot Südafrika den Beginn des Unabhängigkeitsprozesses für Namibia zum 1. November an, falls Kuba einem raschen Abzug seines 50 000 Mann starken Hilfskorps aus Angola zustimmt.

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