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Syrien befürchtet Ölboykott

aus DER SPIEGEL 16/1987

Syrien richtet sich auf einen Bruch mit dem Iran ein: In der zyprischen Hafenstadt Limassol traf eine syrische Regierungsdelegation heimlich mit Vertretern Saudi-Arabiens und Kuweits zusammen, um über eine verstärkte Finanzhilfe der beiden Erdöl-Länder zu verhandeln. Damaskus befürchtet daß der bisherige Verbündete Iran die Gratis- und Billigöllieferungen an Syrien einstellen könnte. Saudi-Arabien und Kuweit sind offenbar bereit, den syrischen Wünschen entgegenzukommen. Als Gegenleistung verlangen die beiden Golfanrainer, die irakische Erdöl-Pipeline, die über syrisches Territorium verläuft und 1982 von Damaskus blockiert wurde, wieder zu öffnen. Außerdem soll Syriens Staatschef Assad den von ihm bekämpften Jassir Arafat als Chef der PLO akzeptieren. Die Forderung der Saudis, Syrien solle die Belagerung der Palästinenserlager in Beirut beenden, hat Assad bereits erfüllt.

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