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MODERNES LEBEN Tanzende Konserven

aus DER SPIEGEL 38/1992

Sie sind das einzige Ballett der Welt, das seine eigene Begleit-Musik produziert. Die »Audio Ballerinas« aus Berlin tragen keine Röcke aus Tüll, sondern Platten aus Plexiglas, in die kleine Aufnahme- und Wiedergabegeräte eingebaut sind. So entstehen vielfältige Klangcollagen, gespeist aus Alltagsgeräuschen, elektronisch gespeicherten Konserven und Tönen, die durch die Bewegungen in unterschiedlichen Räumen entstehen. Die Choreographie des »mobilen, multiakustischen Sound-Environments« soll, so der Erfinder BenoIt Maubrey, nicht nur mit dem »erotischen Erlebnis« des Publikums kokettieren, sondern auch die »Alltagserfahrung mit neuen intensivierenden Eindrücken« konfrontieren. Zu sehen sind die Audio Ballerinas am 25. September in Leipzig im Museum für zeitgenössische Kunst und im Januar in Berlin und Hamburg.

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