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PALÄSTINA Terror mit Telefon

aus DER SPIEGEL 29/2001

Vertrieb und Import sämtlicher israelischer Mobiltelefone sind von der palästinensischen Autonomiebehörde verboten und unter Strafe gestellt worden. In einem »Alarmschreiben« warnt Jassir Arafats Geheimdienst alle Geschäftsleute vor Verkauf, Umtausch und sogar der Reparatur »neuwertiger und gebrauchter israelischer Handys«. Die palästinensischen Kontrollposten an den Übergangsstellen haben Anweisung, alle aus Israel eingeführten Mobiltelefone gegen Quittung zwecks »technischer Überprüfung« zu konfiszieren. Arafats Sicherheitsexperten glauben herausgefunden zu haben, dass der israelische Geheimdienst in Handys schwer zu ortende Minisender einbaut, die seinen Fahndungsspezialisten den jeweiligen Standort des Benutzers angeben. Die Liquidierung von über 20 Mitgliedern der islamistischen Terror-Organisation Hamas und von Arafats »Fatah« soll den Israelis nur durch Ortung mit Hilfe dieser »Telefonwaffe« gelungen sein. Angehörige der israelischen Pazifistenorganisation Frieden Jetzt haben der palästinensischen Autonomiebehörde offenbar Dokumente zugespielt, die den Argwohn der Arafat-Staatsschützer bestätigen. Die Unterlagen sollen auch belegen, dass es dem Mossad bereits gelang, neu entwickelte Sprengsätze in Mobiltelefone einzubauen, die auf Knopfdruck jederzeit zur Explosion gebracht werden können.

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