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Tessa Jowell

aus DER SPIEGEL 6/2007

Tessa Jowell , 59, britische Kulturministerin, hat sich in den seit Monaten schwelenden Streit um (zu) dünne Models eingemischt. Nachdem in den vergangenen Monaten zwei Mannequins offenbar infolge einer Essstörung gestorben waren, kam es weltweit zu Diskussionen über Richtlinien zur Ernährung von Models und Selbstverpflichtungen der Designer, untergewichtige Mädchen nicht zu engagieren. Jowell hat nun eine Arbeitsgruppe gegründet, die darauf hinwirken soll, dass »der Kult um die Null-Größe«, wie die Ministerin es nennt, in Frage gestellt wird. An ihrer Seite steht der Vorsitzende des British Fashion Council, einer international anerkannten Modeinstitution. Weitere Repräsentanten der Branche und Experten für Essstörungen werden ebenfalls in der Truppe mitwirken. Auf dem Plan stehen landesweite Diskussionsforen in Schulen darüber, was sich ändern müsse, damit die »Tyrannei des Dünnseins« (Jowell) ein Ende habe. Die Kampagne soll auch übers Internet und eventuell mit Plakaten verbreitet werden. Die Politikerin setzt jedenfalls nicht auf Verbote oder Maßtabellen: »Models wie Erin O'Connor ernähren sich gesund, sind aber von Natur aus groß und sehr dünn.«

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