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PDS Teure Genossin

aus DER SPIEGEL 49/2002

Sahra Wagenknecht, als Feindin des Großkapitals bekannte Kommunistin und Mitglied im PDS-Vorstand, hat sich ihre Auftritte im Bundestagswahlkampf bezahlen lassen. Darüber haben sich jetzt Genossen in einem Brief an die Parteiführung beschwert. Pro Auftritt kassierte sie zwischen 100 und 200 Euro. In einem Schreiben vom 16. September an das Büro von PDS-Vize Diether Dehm stellte sie allein für zehn Partei-Veranstaltungen in Niedersachsen 1953 Euro in Rechnung. Auch die Teilnahme bei einem Forum der Bundestagsfraktion in Hannover ließ sich die teure Genossin bezahlen - mit 500 Euro, wie Ex-Fraktionschef Roland Claus bestätigt. Laut PDS-Sprecher Hendrik Thalheim »ist es nicht üblich, dass sich Vorstandsmitglieder ihre Wahlkampfauftritte bezahlen lassen«. Wagenknecht, derzeit in Südafrika im Urlaub, sagt, sie habe für Parteiauftritte Buchlesungen abgesagt, die ihr bezahlt worden wären.

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