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Thaksin Shinawatra

aus DER SPIEGEL 19/2007

Thaksin Shinawatra , 57, Thailands im vergangenen September aus dem Land geputschter Premier und Milliardär, stiehlt der in Bangkok regierenden Junta zusehends die Show. Zuerst überschlugen sich vorige Woche die Kommentatoren in der fußballbegeisterten, weil wetthungrigen südostasiatischen Nation über die Ankündigung des Polit-Rentners, den englischen Premier-League-Club Manchester City kaufen zu wollen. Von der Kaufsumme von 108 Millionen Pfund, ließ Thaksin aus seinem Londoner Exil wissen, werde er sofort 50 Millionen zum Kauf neuer Spieler bereitstellen, um den Mittelfeldclub alsbald zu einem Schwergewicht im europäischen Fußball zu machen. Richtig in Rage brachte es die Generäle zu Hause aber erst, als der vom Polizeioffizier zum Politiker aufgestiegene Ex-Premier, den sie wegen vermeintlicher Korruption aus dem Land gejagt hatten, in geheimer Wahl in der Hauptstadt Bangkok überraschend zum Präsidenten des thailändischen Verbands der Berufsgolfer gewählt wurde. »Einige Leute in unserem Land sind offenbar so verwirrt«, kommentierte Junta-Chef Sonthi Boonyaratglin die Wahl, »dass sie einen Psychiater brauchen.« Seine Regierung will aber mit Geld die Schlagzeilen zurückgewinnen. Demnächst soll eine PR-Firma für jährlich 600 000 US-Dollar das Image der Junta aufpolieren.

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