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Theo Waigel,

aus DER SPIEGEL 35/1996

57, Bundesfinanzminister, hofft vergebens auf irdische Gerechtigkeit. Bei dem Bremer Schaffermahl 1994 hatte sich der Politiker, damals Ehrengast des Bremer Senats, durch ein Plakat eines Demonstranten verunglimpft gefühlt und Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Eine Nachfrage Waigels, ein Jahr später, zwang die Staatsanwaltschaft zum kleinlauten Geständnis, die Akte sei leider verschwunden. Jetzt tauchte die »außer Kontrolle geratene Akte« (Jargon der Justizbehörde in Bremen) wieder auf. Der damalige Oberstaatsanwalt Hans-Georg von Bock Polach, derzeit Staatsrat und Stellvertreter des Bremer CDU-Innensenators, hatte den Hefter zum Fall »Waigel gegen Unbekannt« mit nach Hause genommen und dann aus den Augen verloren. Das von Waigel angestrengte Verfahren ist Ende 1995 eingestellt worden - wegen mangelnder Aktenlage.

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