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THEODOR SANDERS

aus DER SPIEGEL 41/1966

THEODOR SANDERS

ist Richter im Verkehrsstrafsenat (4. Senat) des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe und damit einer der fünf höchsten deutschen Verkehrsrichter. Der 63jährige Jurist wurde vor fünf Jahren zum Bundesrichter ernannt. Seit Januar vergangenen Jahres entscheidet er letztinstanzlich verkehrsrechtliche Spezialprobleme.

Sanders begann seine juristische Laufbahn nach Referendarexamen (1924), Promotion (1927) und Assessorexamen (1928) als Staatsanwalt in seiner Geburtsstadt Hamburg. 1942 wurde der Staatsanwalt Soldat. Nach Kriegsende klagte er in der Hansestadt wieder an, nunmehr als Erster Staatsanwalt.

Doch den katholischen Wikinger (Sanders ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung »Wiking") lockte das Richteramt. Von 1948 bis zu seiner Berufung nach Karlsruhe richtete er als Oberlandesgerichtsrat beim Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg. Sanders setzt nicht nur als hoher Spezialrichter Maßstäbe für die Rechtsentwicklung im bundesdeutschen Verkehrsrecht. Er ist zugleich Erster Vorsitzender des »Verkehrswissenschaftlichen Seminars e. V. Hamburg«, in dem erstmals Juristen, Mediziner und Ingenieure gemeinsam Verkehrsprobleme zu lösen suchen.

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