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Thomas Goppel

aus DER SPIEGEL 39/2009

Thomas Goppel , 62, seit mehr als 30 Jahren für die CSU Mitglied des Bayerischen Landtags und Staatsminister a. D., hat Ärger mit den Nichtrauchern. Grund ist seine Tätigkeit im Vorstand der Philip-Morris-Stiftung, die Kritiker der Förderung des Tabakkonsums bezichtigen. Mit Hinweis auf Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO forderte das Forum Rauchfrei den ehemaligen bayerischen Bildungsminister auf, den Posten niederzulegen. Die Philip-Morris-Stiftung finanziere sich aus dem Verkauf von Zigaretten und fördere das Image der Tabakindustrie, hieß es zur Begründung. Das sieht Goppel, der seit mehr als 20 Jahren seinen Vorstandsposten innehat, ganz anders: Die Stiftung führe ein eigenständiges und »stets an wissenschaftlicher Gründlichkeit orientiertes Dasein«, schreibt er. Zudem werde eine Verbindung mit dem Tabakkonzern gleichen Namens weder hergestellt noch befördert. Im Übrigen könne es einem »unabhängigen Parlamentarier schon allein aufgrund des verfassungsmäßigen Demokratieprinzips« nicht verwehrt werden, sich gesellschaftlich und politisch zu betätigen. Die Empfehlungen der WHO könnten also nur »insoweit Berücksichtigung finden, als sie nicht im Widerspruch zu diesem Verfassungsgrundsatz stehen«.

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