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Thomas Goppel

aus DER SPIEGEL 29/2001

Thomas Goppel, 54, CSU-Generalsekretär, versuchte, einem Schelm noch anderthalbe draufzusetzen. Jürgen Reents, Chefredakteur des »Neuen Deutschland«, hatte in einem Schreiben an Goppel über die CSU-Plakatvorstellung »Schröders 'Neues Deutschland'« gescherzt: Weder stehe sein Blatt zum Verkauf an noch bestehe »irgendeine redaktionelle Absicht, 'Neues Deutschland' zum Verlautbarungsorgan der Bundesregierung zu machen«. Bei einem fälligen Nachdruck schlage er aber vor, das Wort Schröder zu streichen und den Hinweis hinzuzufügen »Fragen Sie an Ihrem Kiosk«, so stünde einer gemeinsamen Verbreitung des Plakats weit über Bayern hinaus nichts mehr im Wege. Goppel bedankte sich artig »Danke, besser: nein danke also, für das Angebot«, er sei aber so sehr zufrieden, zumal die »Aufmerksamkeit auch über die Grenzen Bayerns hinaus geweckt ist, wie Ihr Schreiben dokumentiert«. Und überhaupt: »Angesichts der sozialdemokratischen Medienmacht ist es erfreulich, dass Sie nicht planen, auch noch das 'Neue Deutschland' zu Schröders Verlautbarungsorgan zu machen.« Gefönter Bayern-Humor eben.

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