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Hausmitteilung Titel / Umzug / »Dein SPIEGEL«

aus DER SPIEGEL 38/2011

Katholische Kirche und SPIEGEL - auch das war immer ein spannungsreiches Verhältnis. Magazin-Gründer Rudolf Augstein kritisierte 1972 in seinem Bestseller »Jesus Menschensohn«, dass sich die Kirche nicht um historische Fakten geschert habe. Die restaurative Politik des aktuellen »Stellvertreters Jesu Christi« beschreiben die SPIEGEL-Mitarbeiter Frank Hornig, 42, Anna Loll, 30, Ulrich Schwarz, 75, und Peter Wensierski, 57. Vor dem Besuch von Benedikt XVI. in seinem Heimatland erkundeten sie die Zerrissenheit der katholischen Kirche in Deutschland. Sie sprachen mit Vertretern konservativer Gruppen wie Opus Dei, den Piusbrüdern und den Neokatechumenen, die sich vom Papst protegiert fühlen; und sie stießen auf eingeschüchterte Priester und enttäuschte Gläubige, die seit Jahren vergebens auf Reformen hoffen. »Benedikt XVI. steht für einen rückwärtsgewandten Kurs, der die Kirche mehr und mehr vom Rest der Gesellschaft entfremdet«, sagt Wensierski. Eine abweichende Meinung vertritt SPIEGEL-Autor Matthias Matussek, 57. In einem Essay erklärt er seine Bewunderung für den deutschen Papst (zum Artikel ).

Diese Ausgabe des SPIEGEL ist noch in dem Hamburger Hochhaus entstanden, in dem die Redaktion mehr als 40 Jahre lang gearbeitet hat, einem schlichten Stahlbetonbau mit knallbunter Kantine. Damit ist nun Schluss. Auch am nächsten Montag wird ein Heft erscheinen, selbstverständlich, erstellt aber wird es im neuen Gebäude der SPIEGEL-Gruppe. Die Redaktion ist am Wochenende umgezogen. Der Weg für die Spediteure war kurz, das neue Haus ist nur wenige hundert Meter entfernt. Der SPIEGEL zieht also nicht etwa nach Berlin, wie es immer wieder diskutiert worden ist, sondern bleibt Hamburg und damit seiner Tradition treu: Distanz zum hauptstädtischen Politikbetrieb war ihm schon wichtig, als die Bundesrepublik noch von Bonn aus regiert wurde. Die neue Adresse: Ericusspitze 1, 20457 Hamburg (zum Artikel ).

Sehen Sie hier: SPIEGEL-Gebäude an der Ericusspitze

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SPIEGEL-Gebäude an der Ericusspitze

Für viele Kinder ist Mathe ein Angstfach - und für viele Eltern ebenso. Einen Dreisatz können sie ihrem Nachwuchs noch erklären, bei den binomischen Formeln geraten sie ins Stottern. Wie es gelingen kann, die Angst vor Mathe zu verlieren, wie man sich in der Welt der Zahlen zurechtfindet und weshalb das menschliche Gehirn Logik liebt, erklärt »Dein SPIEGEL«. Das Nachrichten-Magazin für Kinder zeigt Rechentricks und geht der Frage nach, wie ein besserer Mathematikunterricht aussehen könnte. Weitere Themen: die Hungersnot in Ostafrika und, passend zur anstehenden Frankfurter Buchmesse, die besten neuen Kinderbücher. »Dein SPIEGEL« erscheint an diesem Dienstag.

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