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Hausmitteilung Titel / Syrien / Sheryl Sandberg / Euthanasie

aus DER SPIEGEL 17/2013
Verbeet

Verbeet

Foto: MANFRED WITT

Wer sich als Erwachsener an die eigene Schulzeit erinnert, verbindet das kaum mit dem Wort »Stress«. So ging es auch den Autoren unserer Titelgeschichte. Doch bei ihren Recherchen trafen die SPIEGEL-Redakteure auf viele Menschen unter Druck - Schüler, Eltern, Lehrer. Waren die Anforderungen früher tatsächlich geringer? Und: Wie schlimm ist es heute wirklich? Die Journalisten sahen sich in Schulen und Nachhilfe-Instituten um, sie suchten Beratungspraxen und Familien auf, und sie hörten viele Klagen über Stress. »Am Anfang hatte ich alle im Verdacht, Jammerlappen zu sein«, sagt Titelautor Markus Verbeet. Doch er lernte hinzu: Die Belastung etwa durch die Verkürzung der Gymnasialzeit ist offenbar für viele Schüler tatsächlich ein weitaus größeres Problem, als sich vorstellen kann, wer die Schulzeit längst hinter sich hat (zum Artikel ).

Ganz Syrien scheine mittlerweile auf der Flucht zu sein, sagt SPIEGEL-Reporter Christoph Reuter, der seit Ausbruch des Konflikts bereits zehnmal im Land unterwegs war. Waren früher, vor einem Jahr, die Menschen vor einrückenden Truppen geflohen, treibt die Bewohner der Vorstädte von Damaskus heute um, was zu tun sei im Falle eines Gasangriffs. In den Keller flüchten? Oder gerade nicht, weil das Gas zu Boden sinkt und es in den oberen Stockwerken sicherer ist? Dort wiederum sind die Menschen dem normalen Beschuss der Panzer und Hubschrauber ausgesetzt. »Es sind Fragen zur besten Überlebensstrategie, sie stellen sich jeden Tag neu«, sagt Reuter (zum Artikel ).

Dass Facebook-Vizechefin Sheryl Sandberg die Frauenförderung ernst nimmt, merkten die SPIEGEL-Redakteure Susanne Amann, Klaus Brinkbäumer und Marcel Rosenbach schnell: Zum Gespräch in der Hamburger Deutschland-Zentrale brachte Sandberg gleich drei leitende Kolleginnen mit. Damit waren mehr als zwei Drittel der Anwesenden weiblich - was für deutsche Wirtschaftsjournalisten zumindest ungewohnt ist. »Bei Gesprächen in deutschen Chefetagen«, so Amann, »sitzt man in der Regel ausschließlich Männern gegenüber« (zum Artikel ).

Götz Aly ist einer der exponierten deutschen Zeithistoriker. Eines seiner Themen ist die Euthanasie, die systematische Ermordung von Behinderten im Nationalsozialismus. Aly, Vater einer schwerbehinderten Tochter, gibt im Gespräch mit SPIEGEL-Redakteurin Susanne Beyer auch Auskunft über den Alltag mit Tochter Karline. Aly freut sich auf den Sommer mit ihr, sie liebe das Baden im Stechlinsee. Und er plant eine große Fahrradtour. Die Tochter, die trotz ihrer 34 Jahre zart und klein ist, sitzt dann in einem Anhänger und genießt das Schaukeln. »Ihr Körper ist durch die Spasmen verkrampft«, schildert Aly, »durch das Ruckeln lockern sich ihre Muskeln. Es tut ihr gut« (zum Artikel ).

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